"Opferpopp 2.0": Ein immersives Requiem für vergessene Schicksale in Halle

Lukas Richter
Lukas Richter
2 Min.
Eine Gruppe von Menschen steht in einem Cinemex-Kino in einem Einkaufszentrum, mit einer Person auf einem Stuhl, Tischen, Fotorahmen an der Wand, einem Schild, Deckenleuchten und Geräten auf den Tischen.Lukas Richter

"Opferpopp 2.0": Ein immersives Requiem für vergessene Schicksale in Halle

Immersionstheater-Installation Opferpopp 2.0 – Ein Requiem vom 5. März bis 22. März 2026 in Halle

Vom 5. März bis 22. März 2026 findet in Halle die immersive Theaterinstallation Opferpopp 2.0 – Ein Requiem statt. Die Produktion greift die Lebensgeschichten junger Darsteller:innen des ursprünglichen Stücks Opferpopp aus dem Jahr 2007 auf und erkundet Themen wie vergessene Schicksale und persönliche Kämpfe. Gewidmet dem Andenken an Alexander Kluth, einen ehemaligen Mitwirkenden, der 2025 verstarb, verbindet das Projekt Theater, Ausstellung und Clubkultur in einem einzigartigen Raum namens Klubhaus Kluth.

Die Installation ist Teil der Reihe ERINNERN IST HEIMAT, die sich mit Halles ungelösten Fragen und kollektiven Wunden auseinandersetzt. Anders als im klassischen Theater gibt es hier keine feste Bühne oder Spielpläne. Die Besucher:innen entscheiden selbst, wie intensiv sie sich einbringen – jeder Abend steht unter einem anderen Motto und hinterfragt Klischees über "Problemkinder" sowie Gewalterfahrungen.

Inspiriert von der Opferpopp-Produktion von 2007 arbeiten in dem neuen Stück Laiendarsteller:innen auf, die über eigene Lebenserfahrungen reflektieren. Veranstaltungsort ist das nt-Schaufenster im Thalia Theater Halle, das als flexibler Raum für Aufführungen, Diskussionen und gesellige Zusammenkünfte konzipiert ist. Besonders Jugendliche ab 14 Jahren sind eingeladen, teilzunehmen – das Projekt soll ein dauerhafter Anlaufpunkt für junge Menschen in der Stadt werden.

Die Premiere am 5. März 2026 setzt die Reihe ERINNERN IST HEIMAT fort, die Stadtgeschichte mit gegenwärtigen Verpflichtungen verbindet. Durch den Fokus auf verschwundene Biografien und persönliche Erzählungen will die Produktion Gespräche über Identität, Widerstandsfähigkeit und Gemeinschaft anregen.

Drei Wochen lang bietet die Installation eine Mischung aus Performance, Ausstellung und interaktiven Elementen. Die Besucher:innen können sich in einem Setting, das klassische Theaterkonventionen vermeidet, mit Themen wie Erinnerung und Zugehörigkeit auseinandersetzen. Die Widmung an Alexander Kluth unterstreicht den Anspruch des Projekts, individuelle Geschichten zu würdigen und den Dialog zwischen den jüngeren Generationen Halles zu fördern.

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