VRR startet große Fahrgastbefragung für gerechtere Ticket-Erlöse im Rhein-Ruhr-Netz

VRR startet große Fahrgastbefragung für gerechtere Ticket-Erlöse im Rhein-Ruhr-Netz
Große Fahrgastbefragung startet heute im Rhein-Ruhr-Gebiet
Ab heute beginnt im Rhein- und Ruhrgebiet eine umfangreiche Fahrgastbefragung. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) sammelt Daten von Millionen Pendlerinnen und Pendlern, die täglich Busse und Bahnen nutzen. Ziel ist es, die Verteilung der Ticket-Erlöse unter den Verkehrsunternehmen fairer zu gestalten.
Täglich sind Millionen Menschen im VRR-Netz mit Bussen und Bahnen unterwegs. Viele kaufen zwar Tickets bei einem Anbieter, nutzen aber die Leistungen mehrerer Unternehmen – was die Aufteilung der Einnahmen kompliziert macht. Um hier Klarheit zu schaffen, befragen Interviewer ab sofort Fahrgäste zu ihren Fahrten, Tickets und dem Kaufort.
Erstmals werden die Befragungsteams in ausgewählten Zügen, Straßenbahnen und Bussen im Einsatz sein. Die Antworten werden anonym per Smartphone erfasst und direkt an die VRR-Zentrale übermittelt. Die Teilnahme ist freiwillig, persönliche Daten werden nicht gespeichert. Die Erhebung läuft bis 2028 in unregelmäßigen Abständen. Die Interviewer decken dabei zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten unterschiedliche Linien ab, um eine repräsentative Stichprobe zu erhalten.
Die Ergebnisse sollen helfen, die Ticket-Erlöse gerechter unter den 33 Verkehrsunternehmen und sieben Eisenbahnbetreibern des Netzwerks aufzuteilen. Die endgültige Liste der betroffenen Firmen steht zwar noch aus, doch alle VRR-Mitglieder, die am Erlösverteilungssystem beteiligt sind – von regionalen bis zu lokalen Anbietern –, werden voraussichtlich einbezogen.
Die Befragung liefert ein präziseres Bild der Fahrgastströme im gesamten Netz. Diese Daten fließen ab 2028 in die Neuverteilung der Ticket-Einnahmen ein. Die Verkehrsbetriebe erhalten dann Gelder auf Basis der tatsächlichen Nutzung statt wie bisher nach Schätzungen.

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