NRW plant landeseigenes Bahnunternehmen für besseren Regionalverkehr bis 2027

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Zwei Züge auf den Schienen mit einem Zaun im Vordergrund, Pfosten mit einem, der ein Signallicht hat, ein Auto auf der Straße rechts, Gebäude im Hintergrund und Himmel darüber.

NRW-Stadtrat für eine landeseigene Bahn - NRW plant landeseigenes Bahnunternehmen für besseren Regionalverkehr bis 2027

Bald könnte ein neues landeseigenes Eisenbahnunternehmen den Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen übernehmen. Der Städtetag Nordrhein-Westfalen hat diesen Schritt vorgeschlagen, um die Kontrolle über den Zugbetrieb zu verbessern. Derzeit werden viele Strecken von privaten Anbietern wie National Express und VIAS betrieben, doch das Land plant, die Verwaltung bis 2027 unter einem einzigen Dach zu bündeln.

Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Verkehrsminister Oliver Krischer darauf drängt, den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) stärker unter staatliche Regie zu stellen. Sein Ziel ist es, die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit für die Hunderttausenden Pendler und Reisenden zu erhöhen, die täglich auf die Bahn für Arbeit, Urlaub und Freizeit angewiesen sind.

Der Städtetag NRW argumentiert, dass ein rein landeseigenes Unternehmen die logische Konsequenz sei, wenn das Land die volle Verantwortung für Planung, Betrieb und Gestaltung übernehmen wolle. Der geplante Betreiber soll den Namen Schiene.NRW tragen und am 1. Januar 2027 an den Start gehen. Er würde das aktuelle System ersetzen, in dem private Unternehmen im Auftrag von Verkehrsverbünden wie VRR, NWL und Go.Rheinland die Leistungen erbringen.

Allerdings besteht der Städtetag darauf, dass die Kommunen angemessen finanziert und rechtlich abgesichert werden müssen, falls sie weiterhin Mitverantwortung tragen sollen. Geschäftsführer Christian Schuchardt unterstützt zwar den Vorschlag, kritisiert aber die Landesregierung dafür, dass sie weder ausreichende finanzielle Mittel bereitstelle noch die volle rechtliche Verantwortung für SPNV-Entscheidungen übernehme.

Neben der Zentralisierung fordert der Städtetag NRW auch mehr finanzielle Spielräume. Die Kommunen sollen in die Lage versetzt werden, ein fahrgastorientiertes System mit reibungslosen Anschlüssen und vernetzten Mobilitätsdrehscheiben aufzubauen.

Nach dem Plan soll Schiene.NRW in weniger als drei Jahren die Verantwortung für alle Regional- und S-Bahn-Verbindungen übernehmen. Die Kommunen haben jedoch klar gemacht: Ohne ausreichende Finanzierung und rechtliche Absicherung können sie den Übergang nicht mittragen. Ob das neue System gelingt, hängt davon ab, ob das Land diese Forderungen erfüllt – und gleichzeitig die Qualität für die Fahrgäste verbessert.

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