Zwei Pedelec-Fahrer nach Alkoholunfällen nahe Geldern schwer verletzt
Lukas RichterZwei Pedelec-Fahrer nach Alkoholunfällen nahe Geldern schwer verletzt
Zwei Pedelec-Fahrer bei separaten Wochenendunfällen nahe Geldern schwer verletzt
Bei zwei getrennten Unfällen am vergangenen Wochenende in der Nähe von Geldern haben zwei Pedelec-Fahrer schwere Verletzungen erlitten. Beide Vorfälle ereigneten sich auf Radwegen, wobei in beiden Fällen Alkoholeinfluss eine Rolle gespielt haben dürfte. Die Polizei entnahm den Männern Blutproben; sie befinden sich weiterhin mit schweren Verletzungen im Krankenhaus.
Der erste Unfall geschah am Freitagabend an der Arcener Straße in Straelen. Ein 45-jähriger Ortsansässiger wurde verletzt auf dem Weg aufgefunden. Die Behörden gehen davon aus, dass Alkohol zum Sturz beigetragen hat.
Am Sonntagmittag wurde ein zweiter Radfahrer – ein 41-Jähriger aus Geldern – verletzt in der Nähe von Am Mühlenwasser entdeckt. Auch hier deuteten Anzeichen von Trunkenheit darauf hin, dass die Polizei eine Blutprobe entnahm.
Die Vorfälle passen in einen größeren Trend: Allein im Jahr 2025 registrierte Nordrhein-Westfalen 4.404 Unfälle unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, davon 3.274 auf Alkohol zurückzuführen. Bei 34 Prozent aller Fahrrad- und Pedelec-Unfälle war Alkohol im Spiel, darunter 106 Todesfälle. Zuletzt hatte ein betrunkener Pedelec-Fahrer am 27. Februar 2026 in Dortmund mit Rennradfahrern kollidiert, wobei eine Person schwer verletzt wurde. Nur wenige Tage später, am 8. März 2026, verunglückte ein alkoholisierter Fahrer in Münster allein.
Die Polizei betont, dass für Radfahrer dieselben gesetzlichen Alkoholgrenzen gelten wie für Autofahrer. Wer betrunken fährt, riskiert den Führerscheinentzug und strafrechtliche Konsequenzen.
Die Behörden appellieren besonders während der Karnevalsfeiern an die Bevölkerung, für eine sichere Heimfahrt zu sorgen. Gleichzeitig erinnern sie Radfahrer daran, im Straßenverkehr aufeinander zu achten. Alkohol am Lenker birgt nicht nur ein hohes Verletzungsrisiko, sondern kann auch juristische Folgen nach sich ziehen.






