Kontrollierte Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren: Schornstein fällt am 22. Februar

Kontrollierte Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren: Schornstein fällt am 22. Februar
Kraftwerk Ibbenbüren: Geplante Sprengung des Schornsteins und Filteranlagen am 22. Februar
Am 22. Februar steht im Kraftwerk Ibbenbüren die nächste große kontrollierte Sprengung an. Diesmal werden der Schornstein sowie die Entschwefelungs- und Entstickungsanlagen im Rahmen einer präzise geplanten Aktion zu Boden gehen. Wie bereits bei der Sprengung des Kühlturms und des Kesselhauses im April 2025 wird der Westdeutsche Rundfunk (WDR) das Ereignis live übertragen.
Die Anlage hat sich bereits deutlich verändert. Die Sprengung des Kühlturms und des Kesselhauses im vergangenen Jahr wurde live übertragen; der Beton des Kühlturms wurde wiederverwendet, um ein Auffangbecken für den bevorstehenden Einsturz des Schornsteins zu errichten. Auch Schrott aus den Entschwefelungsanlagen wird recycelt und eingeschmolzen.
Sicherheitsbedenken hatten zuvor zu mehreren Verzögerungen geführt, bevor schließlich grünes Licht gegeben wurde. Jens Hofmann von der Abrissfirma Hagedorn leitet den Prozess und sorgt dafür, dass alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen sind. Bis Juni 2026 soll das gesamte Gelände geräumt sein. Nach Abschluss der Abrissarbeiten übernimmt der Netzbetreiber Amprion den Standort. Geplant ist der Bau eines Umrichters, der Windstrom aus der Nordsee in haushaltsüblichen Strom für Verbraucher in ganz Nordrhein-Westfalen umwandeln soll. Bisher ist kein weiteres Unternehmen für den Bau von Windkraftanlagen auf dem Gelände benannt worden.
Die Sprengung am 22. Februar markiert einen weiteren Schritt beim Rückbau des Kraftwerks Ibbenbüren. Nach der Räumung wird der Umrichter von Amprion eine zentrale Rolle bei der Verteilung erneuerbarer Energien in der Region spielen. Das Projekt steht exemplarisch für die Bemühungen, ehemalige Industrieflächen für eine nachhaltige Energieinfrastruktur zu nutzen.

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