02 May 2026, 18:15

Georg Baselitz – ein Titan der Nachkriegskunst ist tot

Plakat für eine deutsche Ausstellung in Dresden im Jahr 1899 mit drei Personen, eine hält ein Objekt, mit Text.

Georg Baselitz – ein Titan der Nachkriegskunst ist tot

Georg Baselitz, eine prägende Figur der Nachkriegskunst, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Der international renommierte Maler, bekannt für seinen markanten neoexpressionistischen Stil, hatte erst kürzlich eine Ausstellung in Salzburg eröffnet. Sein Tod markiert das Ende einer langen Karriere, die die moderne deutsche Kunst nachhaltig geprägt hat.

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Baselitz erlangte Berühmtheit durch seinen unverwechselbaren Malstil, bei dem er seine Motive oft auf den Kopf stellte, um traditionelle Sehgewohnheiten herauszufordern. Sein Werk wurde zum Synonym für den Neoexpressionismus – eine Bewegung, die nach dem Zweiten Weltkrieg emotionale Intensität in die Kunst zurückbrachte.

Der Künstler besaß seit 2015 die österreichische Staatsbürgerschaft, blieb jedoch tief mit der deutschen Kulturszene verbunden. Noch in diesem Jahr stiftete er ein Werk an das Museum der Moderne in Salzburg, wo erst vor Kurzem seine jüngste Ausstellung eröffnet worden war. Zudem war seine Teilnahme an einer großen Schau im Rahmen der Biennale in Venedig geplant.

Über Jahrzehnte hinweg etablierte sich Baselitz als einer der einflussreichsten Maler Europas. Seine provokanten, kopfstehenden Kompositionen und der rohe, expressive Pinselstrich hoben ihn von seinen Zeitgenossen ab.

Baselitz hinterlässt ein Erbe bahnbrechender Kunst, das die kreative Landschaft der Nachkriegszeit neu definierte. Seine letzten Ausstellungen in Salzburg und Venedig stehen für das Ende einer Ära des Neoexpressionismus. Weltweit werden Galerien sein Werk weiterhin zeigen – als Zeugnis seines bleibenden Einflusses.

Quelle