Dagmar Frederic über TV-Shows: "Ich muss niemanden hofieren"
Dagmar Frederic, seit sechs Jahrzehnten eine Institution der Schlagerszene, hat sich nun zu modernen deutschen Musik-TV-Formaten geäußert. Obwohl sie nur selten in großen Shows wie Deutschland sucht den Superstar (DSDS) auftritt, bleibt die Künstlerin mit bis zu 60 Auftritten pro Jahr aktiv. Ihre jüngsten Aussagen zeigen dabei sowohl ihre Unabhängigkeit als auch ihren scharfen Blick für die Branche.
Frederic war noch nie in Sendungen von Andrea Kiewel oder Florian Silbereisen zu Gast – doch das schmälere ihren Erfolg keineswegs, betont sie. Vielmehr liege die Auswahl der Gäste in den Händen der Redaktionen, nicht der Moderatoren. Damit nimmt sie Figuren wie Silbereisen oder Giovanni Zarrella in Schutz und zeigt Verständnis dafür, warum Produzenten immer wieder dieselben Stars einladen – auch wenn sie diese Praxis selbst als "nervig" empfindet.
Trotz ihrer langen Karriere weigert sich die Sängerin, sich den Erwartungen der Branche anzupassen. Sie brauche niemanden zu "hofieren", um ins Fernsehen zu kommen, sagt sie selbstbewusst. Stattdessen setzt sie auf ihren Ruf und ihre Live-Auftritte. Erst kürzlich sorgte sie mit einer humorvollen Bemerkung über ihren Mann für Schlagzeilen – ihr markanter Witz ist unvermindert präsent.
Unterdessen bleibt Deutschland sucht den Superstar (DSDS) das unangefochtene Aushängeschild des Schlager-TV in Deutschland. Die aktuelle Staffel 2026 läuft derzeit, die Folgen sind auf RTL+ abrufbar.
Frederics Karriere kommt auch ohne intensive TV-Präsenz nicht zum Stillstand. Mit regelmäßigen Auftritten – teilweise finanziert durch ihre bescheidene Rente – behält sie einen klaren Blick auf die Mechanismen der Branche. Ihre Aussagen gewähren dabei seltene Einblicke in die Dynamik des deutschen Schlagers im Fernsehen: Während einige Namen die Gästelisten dominieren, florieren andere abseits des Rampenlichts.






