Abschied von 400 Jahren Tradition: ABB-Mostard zieht aus Düsseldorf aus
Lotta HofmannAbschied von 400 Jahren Tradition: ABB-Mostard zieht aus Düsseldorf aus
Düsseldorfer Tradition endet: ABB-Mostard verlässt die Stadt nach fast 400 Jahren
Eine langjährige Tradition in Düsseldorf geht zu Ende: Die Produktion des berühmten ABB-Mostards verlässt die Stadt. Die ikonische Würzpaste, die seit 1626 hergestellt wird, hat ihren zweiten Produktionsstandort nach Moers verlegt, nachdem der Mietvertrag für die Düsseldorfer Anlage auslief. Der Umzug sorgt unter Anwohnern und Verantwortlichen für Diskussionen.
Der Mostard, bekannt für seine charakteristischen Keramiktöpfe, war fast vier Jahrhundert lang ein fester Bestandteil Düsseldorfs. Er galt einst als beliebtes Mitbringsel für Besucher und als Quelle lokalen Stolzes. Doch mit dem Standortwechsel darf das Etikett künftig nicht mehr den Zusatz "Düsseldorf" tragen.
Der Schritt folgt der früheren Verlegung der Löwensenf-Produktion nach Thüringen. Da der Mietvertrag für das Gelände am Düsseldorfer Flughafen nicht verlängert wurde, hat ABB Mostard seine Fertigung nun offiziell nach Moers verlegt. Damit ändert sich auch die geschützte geografische Angabe der EU – statt "Düsseldorf" wird künftig "Moers" auf der Verpackung stehen.
Der Mostardladen in der Düsseldorfer Altstadt diskutiert unterdessen über die Folgen des Umzugs. Gleichzeitig kündigte Delevey, das Unternehmen hinter der Marke, an, den Laden zu erweitern und eine Schaufabrik in der Stadt zu errichten.
Das Aus für die Mostard-Herstellung in Düsseldorf markiert das Ende einer Ära. Zwar wird die Produktion in Moers fortgesetzt, doch durch die geplante Schaufabrik bleibt die Stadt mit der Tradition verbunden. Mag der Name "Düsseldorf" auch von den Gläsern verschwinden – die Geschichte des Mostards bleibt eng mit der Region verknüpft.






