Zollrazzia in Münster deckt massive Verstöße gegen Arbeitsrecht auf
Lukas RichterZollrazzia in Münster deckt massive Verstöße gegen Arbeitsrecht auf
Zollbeamte in Münster haben bei einer jüngsten Razzia im Kreis Borken schwerwiegende Verstöße gegen das Arbeitsrecht aufgedeckt. Sechs Betriebe, darunter fünf Restaurants und ein Taxiunternehmen, wurden kontrolliert – dabei kamen zahlreiche Fälle illegaler Beschäftigung und Lohnunterschreitungen ans Licht.
Neun Mitarbeiter des Hauptzollamts Münster führten die unangekündigten Kontrollen durch. Im ersten Restaurant entdeckten sie einen 68-jährigen Arbeitnehmer ohne gültige Aufenthaltserlaubnis.
In einem zweiten Betrieb häuften sich die Verstöße: Ein Angestellter verfügte über keine Aufenthaltsgenehmigung, zwei waren nicht sozialversicherungspflichtig gemeldet, und ein weiterer erhielt Löhne unter dem Mindestlohn.
Auch das dritte Lokal fiel durch die Prüfung. Hier arbeiteten Beschäftigte schwarz, und zwei konnten auf Nachfrage keine Ausweispapiere vorlegen. In einem weiteren Betrieb verweigerte ein Mitarbeiter die Zusammenarbeit mit den Ermittlern, woraufhin ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet wurde.
Goswin Brehe, Leiter der Abteilung Finanzkontrolle Schwarzarbeit, zeigte sich erschüttert über das Ausmaß der Verstöße. Er betonte, wie wichtig solche Kontrollen seien, um Ausbeutung und illegale Arbeitsbedingungen zu bekämpfen.
Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Probleme mit Schwarzarbeit und Lohnverstößen in der Region. Gegen die ermittleten Rechtsbrecher wurden bereits Maßnahmen eingeleitet. Weitere Kontrollen sind im Rahmen der verstärkten Bemühungen gegen illegale Beschäftigungspraktiken geplant.






