Zoll Aachen stoppt ausländische Speditionen wegen unbezahltem Wegegeld
Lukas RichterZoll Aachen stoppt ausländische Speditionen wegen unbezahltem Wegegeld
Zollbeamte in Aachen gehen gegen ausländische Speditionen vor, die Autobahnmaut schuldig bleiben
Bei zwei getrennten Fällen im Mai und Juni 2025 zwangen Zollfahnder in Aachen ausländische Transportunternehmen zur sofortigen Begleichung ausstehender Mautgebühren. Die Maßnahmen unterstreichen die anhaltenden Bemühungen der Behörden, unbezahltes Wegegeld von internationalen Spediteuren einzutreiben.
Anfang Mai wurde ein bulgarisches Transportunternehmen aus Sofia in der Nähe von Aachen wegen ausstehender Mautkontrollen angehalten. Das Unternehmen stand bereits seit Wochen unter Beobachtung, nachdem die Behörden gezielte Umgehungsversuche vermuteten. Mitarbeiter des Bundesamts für Logistik und Mobilität (BALM) stellten fest, dass die Firma regelmäßig Logos von ihren Lkw entfernte, um einer Identifizierung zu entgehen. Nach der Kontrolle beglich der Fahrer die offene Rechnung noch vor Ort per Kreditkarte.
Am 4. Juni wurde auf dem Rastplatz Rurscholle Nord an der Autobahn A4 bei Düren ein polnisches Transportunternehmen kontrolliert. Die Überprüfung ergab 48 unbeglichene Vollstreckungsbescheide in Höhe von insgesamt 8.663,50 Euro. Nach einer Befragung durch die Zollbeamten zahlte der Fahrer den vollständigen Betrag sofort.
Das Zollamt Aachen bearbeitet regelmäßig Fälle mit ausländischen Schuldnern, darunter sowohl zollrechtliche als auch öffentliche Forderungen. Zwar liegt ein Schwerpunkt der Arbeit auf der Mautkontrolle, doch die Einheit beschlagnahmt an den Grenzen zu Belgien und den Niederlanden auch immer wieder größere Mengen an Drogen.
In beiden Fällen wurden die ausstehenden Beträge direkt vor Ort beglichen. Die Vorfälle zeigen, wie Zollteams gezielt gegen Speditionen vorgehen, die Mautgebühren umgehen. Die Behörden bleiben Unternehmen auf der Spur, die mit Tricks wie dem Entfernen von Firmenlogos versuchen, ihren Zahlungspflichten zu entgehen.






