Portugals Rundfunklegende Cândido Mota mit 82 Jahren gestorben
Cândido Mota, Pionier des portugiesischen Rundfunks und Fernsehens, ist mit 82 Jahren verstorben
Cândido Mota, eine prägende Stimme des portugiesischen Rundfunks und Fernsehens, ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Bekannt für seinen tiefen, unverwechselbaren Klang und jahrzehntelange Moderationstätigkeit, erlag er nach einem zweiwöchigen Aufenthalt im Hospital Santa Maria in Lissabon seinen Leiden. Seine Karriere umfasste Radioexperimente, Spielshows und politisches Engagement – sein Wirken hinterlässt bleibende Spuren in der Mediengeschichte.
Geboren am 28. September 1943 in Espinho, begann Mota seine Radiolaufbahn mit nur 17 Jahren. Er stieg beim Rádio Clube Português ein, wo sein Talent schnell auffiel. In den 1970er-Jahren wurde er mit O Passageiro da Noite (Der nächtliche Gast) landesweit bekannt – einer der ersten interaktiven Spätabend-Sendungen Portugals. Hörer riefen nach Mitternacht an, was das Format zu einer bahnbrechenden Innovation seiner Zeit machte.
Auch im Fernsehen prägte seine Stimme Generationen. Als unsichtbarer Ansager in Herman Josés Spielshows Glücksrad und Narr mich nicht! auf RTP wurde er sofort erkennbar. Später moderierte er Em Órbita (Auf Umlaufbahn), was seinen Platz in der Popkultur weiter festigte.
Jenseits der Unterhaltung blieb Mota politisch aktiv. Als langjähriges Mitglied der Portugiesischen Kommunistischen Partei (PCP) scheute er sich nie, seine Überzeugungen offen zu vertreten. Seine öffentliche Haltung verband oft seine Medienarbeit mit seinem ideologischen Engagement.
Die Aufbahrung findet am Montag um 16 Uhr im Bestattungsinstitut der Kirche São João de Deus statt. Die Einäscherung erfolgt am Folgetag in Lissabon.
Motas Tod markiert das Ende einer Ära für den portugiesischen Rundfunk. Seine Arbeit prägte die interaktive Zukunft des Radios und gab einigen der ikonischsten FernsehMomente eine Stimme. Fans und Kollegen werden ihn für seine Wärme, seinen Witz und seine beständige Präsenz über Jahrzehnte in Erinnerung behalten.






