Wie ein Frauenchor mit 180 Stimmen und puren Emotionen das Publikum verzaubert
Jakob WagnerWie ein Frauenchor mit 180 Stimmen und puren Emotionen das Publikum verzaubert
Deutschlands größter Frauenchor begeistert seit fast zwei Jahrzehnten das Publikum
Mit Sitz in Willich hat der mit rund 180 Stimmen besetzte Chor bei jedem Auftritt stehende Ovationen verdient. Was ihn von klassischen Chören unterscheidet, ist seine einzigartige Mischung aus Musik und zwischenmenschlicher Verbundenheit.
Vor etwa 20 Jahren gründete Andrea Kautny den Chor mit zunächst 120 Sängerinnen. Heute zählt er unter ihrer Leitung etwa 150 Mitglieder, bei Konzerten wirken oft bis zu 180 Stimmen mit. Das Repertoire reicht von Rock- und Popstücken bis zu Musical-Melodien – stets ausgewählt für ihre emotionale Tiefe und aussagekräftigen Botschaften.
Vor jedem Auftritt pflegt der Chor ein besonderes Ritual, das "Aura-Kuscheln". Dabei bewegen sich die Frauen frei im Raum, lächeln einander zu, umarmen sich und verbinden sich in stiller Gemeinschaft. Diese Praxis fördert nicht nur den klanglichen Zusammenhalt, sondern stärkt auch den emotionalen Zusammenhalt der Gruppe.
Die Mission des Chores? Das Publikum auf eine emotionale Reise mitzunehmen. Und das gelingt: Bei jedem Konzert erntet er stehende Ovationen. Für 2026 sind bereits Auftritte in Köln, Düsseldorf, Mönchengladbach und Willich geplant.
Sein Erfolg gründet auf musikalischer Klasse und dem Fokus auf emotionale Gemeinschaft. Mit wachsender Mitgliederzahl und einem vollen Terminkalender für 2026 hinterlässt der Chor bleibende Eindrücke. Die Kombination aus mitreißenden Auftritten und herzlichen Ritualen sorgt dafür, dass das Publikum immer wieder kommt.
Wie eine Vision von 2008 den grössten Frauenchor Deutschlands prägte
Der Frauenpower-Chor wurde 2008 von Andrea Kautny gegründet, um eine Plattform für talentierte Sängerinnen zu schaffen, die von ihrem früheren gemischten Chor, den Tonköpfen, ausgeschlossen waren. Hier ist, wie es sich entwickelt hat:
- 2008 Gründung kam nach der Ablehnung von 120 weiblichen Bewerberinnen für ihren 2001 gemischten Chor aufgrund von Stimmbalancierungsbedenken.
- Das rein weibliche Format entstand als Lösung, um diese 'abgelehnten' Stimmen zu präsentieren, wobei Kautny es als Chance bezeichnete, 'solche Talente auf die Bühne zu bringen'.
- 25 Jahre später führt der Chor jetzt regelmäßig 180 Sängerinnen und hat sich zu einem regionalen Kulturhighlight entwickelt.