04 April 2026, 18:07

Ursula Heinen-Esser wird einstimmig neue Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie

Liniendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Ursula Heinen-Esser wird einstimmig neue Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie

Ursula Heinen-Esser ist einstimmig zur neuen Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) gewählt worden. Die Abstimmung fand am Mittwoch statt, wobei die Delegierten ihr mit 100-prozentiger Unterstützung ihre Stimme gaben. Sie folgt auf Simone Peter, die im Juni ihren Rückzug bekanntgegeben hatte und nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidierte.

Heinen-Esser bringt umfangreiche politische und umweltpolitische Erfahrung in das Amt ein. Die ausgebildete Volkswirtin war von 1998 bis 2013 als CDU-Abgeordnete im Deutschen Bundestag tätig, bevor sie 2018 zur Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen ernannt wurde.

Simone Peter hatte den BEE seit 2016 geleitet, war jedoch 2022 im Zuge der sogenannten Mallorca-Affäre zurückgetreten. Trotz ihres Abschieds äußerte sie sich optimistisch über die Zukunft der Erneuerbaren Energien und wünschte Heinen-Esser viel Erfolg in ihrer neuen Position.

In ihrer Antrittsrede bedankte sich die neue BEE-Präsidentin bei den Delegierten für das entgegengebrachte Vertrauen. Sie betonte ihr zentrales Ziel: die Stärkung des BEE als einheitliche Stimme der Branche für Erneuerbare Energien. Netzanschlüsse und die Abschaffung der Einspeiseentgelte nannte sie als vordringliche Aufgaben. Heinen-Esser kritisierte die aktuellen dezentralen Verfahren und leistungsabhängigen Gebühren als Hindernisse für einen schnelleren Ausbau. Stattdessen forderte sie eine bessere Abstimmung der politischen Rahmenbedingungen sowie eine beschleunigte Umsetzung von Netz- und Erneuerbaren-Projekten.

Konkrete Meilensteine sind bereits geplant: Bis 2025 soll das Netzpaket überarbeitet werden, um den Ausbau von Anlagen und Netzen mit digitalen Verfahren zu synchronisieren. Die AgNes-Reform, die bis 2026 umgesetzt werden soll, zielt darauf ab, unwirtschaftliche Projekte zu vermeiden. Zudem sind für März 2026 eine Rechenzentrumsstrategie sowie eine Erklärung zum Klimaschutzprogramm vorgesehen.

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Neben der Wahl Heinen-Essers wurde auch der BEE-Vorstand neu besetzt, in dem nun Vertreter verschiedener Verbände der Erneuerbaren Energien sitzen. Der neue Vorstand wird seine Arbeit offiziell bei einer Sitzung am 7. Oktober aufnehmen.

Heinen-Essers Werdegang umfasst führende Positionen in der Umweltpolitik. Seit 2021 ist sie Präsidentin des Schutzgemeinschafts Deutschen Wald, was ihre Expertise in den Bereichen Nachhaltigkeit und Naturschutz unterstreicht.

Unter Heinen-Essers Führung geht der BEE mit einer klaren Agenda voran. Ihr Fokus auf Netzinfrastruktur und politische Harmonisierung wird die nächste Phase des Ausbaus Erneuerbarer Energien in Deutschland prägen. Der neu gewählte Vorstand wird diese Bestrebungen unterstützen, wenn er im Oktober erstmals zusammentritt.

Quelle