Streit um Sanierungen: Bürgerzentrum und Jugendzentrum Q1 vor entscheidender Stadtratsabstimmung
Lukas RichterStreit um Sanierungen: Bürgerzentrum und Jugendzentrum Q1 vor entscheidender Stadtratsabstimmung
Die jüngsten Haushaltsberatungen der Stadt haben eine Debatte über dringende Sanierungen und langfristige Planung ausgelöst. Im Mittelpunkt standen das Bürgerzentrum Bergischer Löwe, das Jugendzentrum Q1 sowie umfassendere finanzielle Anpassungen. Einige Maßnahmen wurden von den Ausschüssen gebilligt, andere hingegen auf die nächste Sitzung des Stadtrats in der kommenden Woche vertagt.
Die Verwaltung beantragte 2,5 Millionen Euro für die Modernisierung der Elektroanlagen im kommunalen Teil des Bergischen Löwen. Alexandra Meuthen, Leiterin des Liegenschaftsamts, warnte, dass ohne die Sanierung Überschwemmungen erhebliche Sicherheitsrisiken bergen könnten. Klaus Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD, hinterfragte jedoch die Notwendigkeit teurer Teilmaßnahmen und schlug vor, stattdessen auf einen vollständigen Sanierungsplan zu warten.
Unterdessen unterstützten der Jugendhilfe- und der Haushaltsausschuss vorläufige Verbesserungen der Brandschutz- und Elektroanlagen im Jugendzentrum Q1 am Quirlsberg. Zudem wurden Pläne für ein neues Jugendzentrum in der Oberen Hauptstraße genehmigt, wobei eine 250 Quadratmeter große Fläche für die gemeinsame Nutzung durch Pfadfindergruppen und das Kita-Museum vorgesehen ist. Ein detailliertes Nutzungskonzept soll in Abstimmung mit den künftigen Nutzern erarbeitet werden.
Ungewiss bleibt hingegen der Umzug des Q1 in die Alte Zentralwerkstatt, da der aktuelle Plan weiterhin einen Standortwechsel zum Zanders-Industriegelände favorisiert. Der Haushaltsausschuss verschob zudem die Beratungen über den diesjährigen Haushalt und den Stellenplan auf die nächste Stadtratssitzung am kommenden Dienstag.
Die CDU drängt auf erhebliche Kürzungen und eine Neuausrichtung des von Bürgermeister Marcel Kreutz vorgelegten Haushaltsentwurfs. Für eine Umsetzung bräuchte es jedoch die Unterstützung von SPD und Grünen, die im Rat die gemäßigtere Mehrheit stellen. Alle drei Fraktionen einigten sich darauf, auf eine formelle Haushaltsabstimmung zu verzichten; die Anträge auf Vertagung der Entscheidung wurden einstimmig angenommen.
Die beschlossenen Sanierungen sollen zunächst akute Sicherheitsmängel im Bergischen Löwen und im Q1 beheben, während die langfristigen Pläne weiter diskutiert werden. Die endgültigen Haushaltsentscheidungen – einschließlich der von der CDU geforderten Kürzungen – werden nun in der nächsten Woche vom Stadtrat geprüft. Die finanziellen und infrastrukturellen Prioritäten der Stadt hängen vom Ausgang dieser Sitzung ab.






