20 March 2026, 12:06

Solinger Kirchenkreis plant klimaneutrale Zukunft bis 2035 mit Fusionen und Sanierungen

Ausführliches 17. Jahrhundert Architekturzeichnung einer Kirche mit zahlreichen Fenstern, einschließlich Grundrissen und Textanmerkungen.

Solinger Kirchenkreis plant klimaneutrale Zukunft bis 2035 mit Fusionen und Sanierungen

Der Kirchenkreis Solingen der Evangelischen Kirche hat einen langfristigen Plan für seine Kirchen und Gemeindegebäude vorgelegt. Auf einer jüngsten Synode stimmten die Mitglieder einstimmig über die Kernelemente der Strategie ab, die die Zukunft des Kirchenkreises über das Jahr 2035 hinaus prägen soll. Zu den Beschlüssen zählen Sanierungen, Klimaziele sowie mögliche Fusionen mit benachbarten Kirchenkreisen.

Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des ehemaligen Stadtdirektors Hartmut Hoferichter bereitete die Grundlagen für die Synodenbeschlüsse vor. Der Plan, der bis 2027 finalisiert werden soll, setzt einen Schwerpunkt auf Klimaneutralität. Die Sanierungen werden zentral koordiniert, aber in enger Abstimmung mit den einzelnen Gemeinden entwickelt. Superintendentin Dr. Ilka Werner begrüßte das Ergebnis und betonte, dass damit notwendige Modernisierungen, ein klimaneutraler Betrieb sowie Lösungen für wenig genutzte Gebäude möglich würden.

Vier Kirchen – die Stadtkirche Ohligs, die Walder Kirche, die Gräfrather Kirche und die Dorper Kirche – wurden für eine langfristige Nutzung bestätigt. Weitere Standorte wie die Stadtkirche Mitte bleiben in der Diskussion; eine Entscheidung hierzu wird bis 2027 erwartet. In Wald wird die Synode zwischen dem Gemeindehaus in der Corinthstraße und dem Gemeindezentrum Sandstraße für die künftige Nutzung wählen. Das Schicksal der Christuskirche und ihres Gemeinschaftszentrums in Rupelrath soll bis zum Frühjahr 2027 geklärt werden.

Alle erhaltenen Gebäude werden energetisch saniert und barrierefrei umgebaut. Mindestens ein Standort soll spezielle Räumlichkeiten für die Jugendarbeit erhalten. Zudem wurden auf der Synode weitergehende strukturelle Veränderungen erörtert, darunter eine geplante Fusion mit den Kirchenkreisen Niederberg und Düsseldorf-Mettmann. Eine gemeinsame Synode ist für nächstes Jahr vorgesehen; der neue Kirchenkreis könnte zum 1. Januar 2029 – oder im Falle einer Verzögerung ein Jahr später – seine Arbeit aufnehmen. Die Gespräche darüber, wie die Solinger Gemeinden auch im größeren Verbund starke Bindungen wahren können, laufen weiter.

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Für die Stadtkirche Mitte wird derzeit ein neues Nutzungskonzept erarbeitet, das Optionen wie erweiterte diakonische Angebote und innovative geistliche Formate prüft. Ziel ist es, den Raum zu modernisieren und gleichzeitig für die Gemeinde relevant zu halten.

Die Beschlüsse der Synode bieten eine klare Roadmap für die Zukunft des Kirchenkreises und setzen auf einen Ausgleich zwischen Bewahrung, Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit. Während an den bestätigten Standorten bereits mit den Sanierungen begonnen wird, werden die weiteren Gebäude in zusätzlichen Beratungen gestaltet. Sollte die Fusion mit den Nachbarkirchenkreisen vollzogen werden, würde dies einen bedeutenden Wandel in der kirchlichen Struktur der Region einläuten.

Quelle