19 March 2026, 10:07

Solingen: Senioren protestieren gegen Sperrung der Lennestraße für Busse

Gruppe von Menschen, die auf einer Fußgängerbrücke über eine befahrene Straße gehen, mit Fahrzeugen darunter, Gebäuden und Bäumen im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel.

Solingen: Senioren protestieren gegen Sperrung der Lennestraße für Busse

Streit um Solingens geplanten Ohligs City Ring eskaliert: Seniorenorganisation warnt vor Benachteiligung älterer Bürger

Die Kontroverse um den geplanten Ohligs City Ring in Solingen spitzt sich zu, nachdem sich die Grünen Senioren gegen Pläne ausgesprochen haben, die Lennestraße für Busse zu sperren. Die Organisation argumentiert, dass ältere Bewohner erhebliche Nachteile hätten, sollten die Änderungen im Verkehrsnetz umgesetzt werden. Ihr Widerstand kommt nach Jahren der Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr der Region.

In den vergangenen fünf Jahren wurde das Busangebot in Ohligs deutlich ausgebaut: Die Nachtlinie 690 nahm 2023 den Betrieb auf, und seit 2024 fährt die Linie 5 im 15-Minuten-Takt. Zudem entstanden neue Haltestellen im Rahmen des Rhein-Bach-Verkehrsverbunds. Bevor man sich für den City Ring entschied, hatten Verantwortliche Alternativen wie die Verlängerung der S-Bahn aus Düsseldorf oder den Einsatz eines E-Bus-Shuttles geprüft – beides wurde wegen hoher Kosten oder mangelnder Umsetzbarkeit verworfen.

Nun wenden sich die Grünen Senioren gegen drei lokale Initiativen, die den City Ring komplett ablehnen und eine vollständige Schließung der Lennestraße für Busse fordern. Die Seniorenorganisation warnt, dass eine Sperrung der Straße die Haltestelle "Ohligs Markt" beseitigen würde – mit der Folge, dass ältere Fahrgäste deutlich weitere Wege zurücklegen müssten. Besonders nach Einkäufen oder bei eingeschränkter Mobilität würde dies viele vor große Herausforderungen stellen.

Stattdessen unterstützt die Gruppe den städtischen Verkehrsplan, der Busse weiterhin über die Lennestraße führen, aber den Gesamtverkehr reduzieren soll. Dieser Kompromiss zielt darauf ab, die Anbindung an das Ohligser Zentrum zu erhalten, ohne lebenswichtige Verbindungen zu kappen. Die Grünen Senioren betonen zudem, dass Verkehrsänderungen alle Altersgruppen berücksichtigen müssen – insbesondere jene, die auf Busse für Arztbesuche oder aus finanziellen Gründen angewiesen sind.

Die Debatte zeigt das Spannungsfeld zwischen moderner Verkehrsplanung und dem Schutz verletzlicher Nutzergruppen. Die Seniorenorganisation besteht darauf, dass eine endgültige Entscheidung barrierefreie Routen für ältere Bürger bewahren muss. Ohne die Haltestelle "Ohligs Markt" drohten vielen der Zugang zu wichtigen Zielen verloren zu gehen, so ihre Warnung.

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