Moers würdigt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Bürgermeisterin als Schirmherrin
Julian SchmitzMoers würdigt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Bürgermeisterin als Schirmherrin
Bürgermeisterin Julia Zupancic hat die Schirmherrschaft für die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Moers übernommen. Die Bekanntgabe erfolgte im Rahmen der Vorstellung einer neuen Broschüre mit dem Titel "Spuren jüdischen Lebens", die die jüdische Geschichte der Stadt und ihr bleibendes Erbe beleuchtet.
Die Gesellschaft präsentierte ihre jüngste Veröffentlichung bei einer kürzlichen Veranstaltung. Die Broschüre widmet sich den Anfängen der jüdischen Gemeinde in Moers, der ehemaligen Synagoge sowie den im gesamten Stadtgebiet verteilten Stolpersteinen. Zudem thematisiert sie die Deportationen während der NS-Zeit.
Für drei Euro ist die Broschüre nun in verschiedenen öffentlichen Gebäuden in Moers erhältlich. Die Gesellschaft betonte ihr Engagement, jüngere Generationen durch die enge Zusammenarbeit mit ortsansässigen Schulen und Lehrkräften über die Vergangenheit aufzuklären und das Gedenken wachzuhalten.
Das bundesweite Netzwerk der Gesellschaft spielte eine entscheidende Rolle dabei, dass die Stadt mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet wurde. Zu den früheren Preisträgern zählen Heinz Kremers und Nikolaus Schneider, die für ihren Einsatz im christlich-jüdischen Dialog geehrt wurden. Eine Gedenkstätte am Synagogenbogen (Dr.-Hermann-Bähr-Straße) erinnert zudem an den Standort der ehemaligen Synagoge; Führungen stehen Besuchern offen.
Bürgermeisterin Zupancic bekräftigte ihr Bekenntnis zum Erhalt des jüdischen Erbes in Moers und versprach, sich durch kontinuierliche Initiativen und Öffentlichkeitsarbeit gegen Antisemitismus einzusetzen.
Die Broschüre bietet einen detaillierten Einblick in die jüdische Geschichte Moers' – von den frühen Jahren bis zu den Folgen der Deportationen. Mit der Unterstützung der Bürgermeisterin und den Bildungsangeboten der Gesellschaft soll sichergestellt werden, dass diese Geschichten im kollektiven Gedächtnis der Stadt lebendig bleiben.






