10 May 2026, 14:10

Skurrile Ampel in Rheda-Wiedenbrück: Warum 50.000 Euro Steuergeld im Nirgendwo verschwanden

Eine vielbefahrene Autobahn mit hohen Gebäuden, Straßenlaternen, Lichtern, Werbetafeln, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Skurrile Ampel in Rheda-Wiedenbrück: Warum 50.000 Euro Steuergeld im Nirgendwo verschwanden

Kurioses Ampel-Projekt in Rheda-Wiedenbrück als „Geldverschwendung“ gebrandmarkt

Eine skurrile Lichtsignalanlage in Rheda-Wiedenbrück ist in einem neuen Bericht als sinnlose Verschwendung von Steuergeldern kritisiert worden. Die Konstruktion, die sich über 20 Meter mit vier Masten erstreckt, kostete die Steuerzahler Zehntausende Euro – und erregte sogar die Aufmerksamkeit des Komikers Mario Barth. Nun fragen Kritiker, warum sich niemand für das verwirrende Projekt verantwortlich zeigt.

Begonnen hatte die Geschichte im Jahr 2016, als die Stadt Landesmittel für den Bau eines Radwegs entlang einer alten Bahnstrecke beantragte. Die Genehmigung wurde mit einer Auflage erteilt: eine sichere Querung an der Pixeler Straße. Sieben verschiedene Behörden brachten sich daraufhin mit Vorschlägen ein, doch es gab Streit über die tatsächliche Gefahrenlage vor Ort.

Die Stadt schlug zunächst eine Schranke und eine Querungshilfe 20 Meter entfernt vor. Die Bezirksregierung lehnte diesen Plan ab. Beamte schlagen daraufhin vor, die Querungshilfe auf die Höhe des Radwegs zu verlängern – doch auch die Straßenbauverwaltung NRW lehnte dies ab. Trotz der Uneinigkeit wurde die ungewöhnliche Doppelsignalanlage für 47.000 bis 51.000 Euro installiert, hinzu kommen jährliche Wartungskosten von 1.000 bis 1.500 Euro.

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Der Bund der Steuerzahler hat das Projekt nun in sein „Schwarzbuch“ aufgenommen, eine Liste mit 100 Beispielen für öffentliche Geldverschwendung. Allein 14 Fälle stammen aus Nordrhein-Westfalen. Die Organisation kritisierte das Fehlen klarer Verantwortlichkeiten, während die Stadt selbst einräumte, dass die Anlage verwirrend wirke.

Die Ampel steht weiterhin – trotz ihres seltsamen Designs und der hohen Kosten. Der Bund der Steuerzahler führt den Fall weiterhin als Beispiel für ineffiziente Ausgaben an. Ohne klare Lösung bleibt die Querung an der Pixeler Straße ein teures und umstrittenes Relikt.

Quelle