Sabotagewelle erschüttert Deutschlands Verkehrsinfrastruktur im Jahr 2025
Julian SchmitzSabotagewelle erschüttert Deutschlands Verkehrsinfrastruktur im Jahr 2025
Deutsche Verkehrsinfrastruktur in den letzten Jahren zunehmend Ziel von Sabotageakten
In den vergangenen Jahren hat die deutsche Verkehrsinfrastruktur eine zunehmende Zahl von Sabotageanschlägen erlebt. Im Jahr 2025 verzeichneten die Behörden einen deutlichen Anstieg gezielter Angriffe, wobei vor allem Schienennetze und der Güterverkehr betroffen waren. Dieser Trend spiegelt wachsende Sicherheitsbedenken im gesamten Land wider.
Das Bundeskriminalamt (BKA) meldete für das Jahr 2025 insgesamt 93 Fälle von Sabotage an Verkehrswegen – ein Anstieg gegenüber 78 Fällen im Jahr 2023. Davon wurden 12 Vorfälle unter die neu eingeführte Rechtskategorie „agenturbezogene Sabotagehandlungen“ eingeordnet, die in früheren Jahren noch nicht existiert hatte. Die häufigste Einstufung war „sonstige Zugehörigkeit“ mit 37 Fällen.
Ein schwerwiegender Vorfall ereignete sich am 12. Januar 2025, als ein Güterzug zwischen Essen und Oberhausen aufgrund einer auf den Gleisen platzierten Metallklemme entgleiste. Kurz darauf sollte ein US-Militärkonvoi dieselbe Strecke passieren. Im Herbst 2025 führten zwei Ukrainer im Auftrag Russlands Sprengstoffanschläge auf eine Bahnstrecke zwischen Warschau und Lublin durch.
Die Bundesanwaltschaft nahm 2025 zudem drei Männer fest, die mutmaßlich Brand- und Bombenanschläge auf den deutschen Güterverkehr geplant hatten. Darüber hinaus führte die prorussische Gruppe NoName057(16) im Juli 2025 einen DDoS-Angriff auf das S-Bahn-Netz Hannovers durch.
Die Zunahme der Sabotagefälle unterstreicht die wachsenden Bedrohungen für die Verkehrssicherheit in Deutschland. Die Behörden reagierten mit Festnahmen und neuen rechtlichen Kategorien, um die Lage in den Griff zu bekommen. Die Vorfälle führten zu erheblichen Störungen im Bahnverkehr und lösten Sorgen vor weiteren Anschlägen aus.






