30 March 2026, 18:10

Rhein-Ruhr will 2032 Olympische Spiele ausrichten – Bürgerentscheid steht bevor

Luftaufnahme des Olympiageländes in München, Deutschland, umgeben von städtischer Infrastruktur und Grünflächen.

Rhein-Ruhr will 2032 Olympische Spiele ausrichten – Bürgerentscheid steht bevor

Treffen am 19. März 2026: Rhein-Ruhr-Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele im Fokus

Rund 40 Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kamen am 19. März 2026 zusammen, um die Bewerbung der Region Rhein-Ruhr für die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele zu erörtern. Die Veranstaltung, Teil der Reihe "Frühstück mit der Zivilgesellschaft", diente dem Austausch zwischen lokalen Verantwortlichen, Unternehmen und Ehrenamtlichen über eine mögliche Ausrichtung der Spiele im Jahr 2032 oder später. Über die Bewerbung soll am 19. April 2026 in einem Bürgerentscheid abgestimmt werden – und zwar in allen 16 Städten der Region.

Im Mittelpunkt der Diskussion standen die bestehenden Stärken der Region, darunter eine erstklassige Infrastruktur. Mit Spielstätten wie Dortmunda Weststadion (Kapazität: 81.000 Zuschauer) sowie UEFA-zertifizierten Arenen wie dem Signal Iduna Park und der BayArena verfügt das Rhein-Ruhr-Gebiet bereits über geeignete Austragungsorte. Anders als Paris 2024, wo für Neubauten wie das Aquatics Centre und die Saint-Denis Arena rund 1,4 Milliarden Euro investiert wurden, setzt die Rhein-Ruhr-Bewerbung auf bestehende Standorte – und spart so Kosten sowie aufwendige Neubauten ein.

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Auch die Verkehrsanbindung spricht für die Region: Ein dichtes Netz aus Hochgeschwindigkeitszügen (ICE und Regionalverkehr) sowie das VRR-ÖPNV-System mit S-Bahn, U-Bahn und Bussen versorgt 7,8 Millionen Menschen. Diese vernetzte Infrastruktur soll Engpässe vermeiden, wie sie in Paris auftraten, wo selbst neu gebaute Metrolinien die Nachfrage kaum bewältigen konnten.

Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Kufen betonte, dass die Region bereits viele olympische Anforderungen erfülle. Vertreter aus Wirtschaft und Sport argumentierten, die Spiele könnten das internationale Ansehen der Region stärken, Fachkräfte anziehen und den Breitensport fördern. Unterstützt wurde die Veranstaltung unter anderem von Thorsten Flügel, Ralf Becker und Ansgar Wessling, die auf das Potenzial für wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftliches Engagement hinwiesen.

Der Bürgerentscheid am 19. April 2026 wird entscheiden, ob die Region Rhein-Ruhr ihre Bewerbung offiziell einreicht. Bei einem positiven Votum würden die Spiele auf bestehende Sportstätten und Verkehrsnetze setzen – ohne große Neubauten. Das Ergebnis könnte die Zukunft der Region in den Bereichen Sport, Wirtschaft und globale Sichtbarkeit prägen.

Quelle