NRW verschärft Kampf gegen Afrikanische Schweinepest mit neuen Zäunen und Jagdmaßnahmen
Jakob WagnerNRW verschärft Kampf gegen Afrikanische Schweinepest mit neuen Zäunen und Jagdmaßnahmen
Die Behörden in Nordrhein-Westfalen verstärken ihre Bemühungen, die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) einzudämmen, nachdem etwa 170 infizierte Wildschweine entdeckt wurden. Besonders betroffen sind die Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein, wo nun strengere Eindämmungsmaßnahmen und ein erweitertes Zaunsystem umgesetzt werden.
Der Kreis Olpe hat als Reaktion auf die steigende Zahl infizierter Tiere die Beschränkungen verschärft. Eine bestehende Kernsperrzone, die derzeit 143.000 Hektar umfasst, wird um weitere 3.400 Hektar erweitert – ermöglicht durch Pläne, den Zaun um 25 Kilometer in der Nähe von Heinsberg zu verlängern. Bereits jetzt umschließen rund 114 Kilometer Zaun das Gebiet; zusätzliche Barrieren sollen die weitere Ausbreitung des Virus stoppen.
Mit Drohnen und Suchtrupps werden in den betroffenen Regionen aktiv Wildschweinkadaver aufgespürt. Quarantänezonen wurden in Olpe, Siegen-Wittgenstein und im Hochsauerlandkreis eingerichtet, darunter auch eingeschränkte Bereiche wie die Sperrzone II. Bewegungsregeln, etwa Leinenpflicht für Hunde und Wegbeschränkungen, gelten nun flächendeckend.
Um den Wildschweinbestand zu reduzieren, laufen in der umzäunten Kernzone koordinierte Jagdaktionen. Die Landesregierung hat zudem finanzielle Hilfen eingeführt: Kommunen erhalten Erstattungen für ASP-bedingte Kosten.
Die erweiterten Zäune und strengeren Kontrollen sollen weitere Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest verhindern. Da infizierte Tiere in mehreren Kreisen gefunden wurden, passen die Behörden die Eindämmungsstrategien kontinuierlich an. Zu den Maßnahmen zählen Bestandsregulierung, Suchoperationen sowie finanzielle Unterstützung für betroffene Gemeinden.






