Neuer Schutzkonzept-Generator hilft Vereinen gegen sexualisierte Gewalt im Sport
Jakob WagnerNeuer Schutzkonzept-Generator hilft Vereinen gegen sexualisierte Gewalt im Sport
Neues Tool soll Sportvereine im Kampf gegen sexualisierte Gewalt unterstützen
Ein neues Instrument soll Sportvereinen helfen, sexualisierte Gewalt präventiv zu bekämpfen. Entwickelt vom Landessportbund Nordrhein-Westfalen, zielt der Schutzkonzept-Generator darauf ab, Missbrauch zu verhindern, bevor er entsteht. Verantwortliche räumen ein, dass Risiken selbst in vertrauten örtlichen Vereinen bestehen.
Das Tool funktioniert wie ein detaillierter Fragebogen und führt Vereine durch mögliche Gefahrenbereiche. Es lenkt den Blick auf Orte wie Umkleidekabinen oder Einzelcoaching-Situationen, in denen es zu Übergriffen kommen könnte. Eine visuelle Karte hilft Mitgliedern zudem, Risikosituationen schneller zu erkennen.
Das System bietet klare Handlungsanweisungen und Mindeststandards, um Gefahren zu minimieren. So rät es etwa davon ab, dass Trainer:innen mit einzelnen Kindern allein unterwegs sind. Lara ter Veer vom Landessportbund betonte, dass sexualisierte Gewalt überall vorkommen könne – "auch in vermeintlich sicheren Vereinsstrukturen".
In einer ersten Phase werden 600 Vereine den Generator testen. Hauptziele sind die Sensibilisierung für das Thema und die Abschreckung von Gewalt im Sport. Durch die frühzeitige Identifikation von Brennpunkten können Vereine gegensteuern, bevor Probleme eskalieren.
Der Schutzkonzept-Generator gibt Vereinen ein strukturiertes Werkzeug an die Hand, um sexualisierte Gewalt zu begegnen. Er kombiniert praktische Tipps mit visuellen Hilfen, um die Sicherheit zu erhöhen. Die Testphase wird zeigen, wie wirksam das Tool Missbrauch in lokalen Sportvereinen verhindern kann.






