Neue Betrugsmasche: Kriminelle locken mit falschen Krypto-Investments
Lukas RichterNeue Betrugsmasche: Kriminelle locken mit falschen Krypto-Investments
Ermittler der Kriminalinspektion 23 warnen vor einer zunehmenden Betrugsmasche, die als „Cybertrading-Betrug“ oder „Handelsbetrug“ bekannt ist. Die Täter nehmen dabei häufig über soziale Medien oder Online-Werbung Kontakt zu potenziellen Anlegern auf und locken sie mit vermeintlich lukrativen Investmentchancen.
Die Betrüger überreden ihre Opfer in der Regel, zunächst kleinere Beträge zwischen 250 und 500 Euro in Kryptowährungen oder andere Projekte zu investieren. Anschließend fälschen sie hohe Renditen, um die Opfer unter Druck zu setzen, noch mehr Geld anzulegen. Die versprochenen Gewinne werden jedoch nie ausgezahlt.
In einigen Fällen verlangen die Kriminellen zusätzliche Überweisungen für angebliche Steuern oder Gebühren. Andere verschwinden schlicht mit dem Geld der Geschädigten. Erst kürzlich hatte ein Mann aus Bonn nach einer Online-Werbung in Kryptowährungen investiert – doch die Handelsplattform war plötzlich nicht mehr erreichbar. Er erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei.
Die Behörden raten der Bevölkerung, bei übertrieben hohen Gewinnversprechen skeptisch zu sein und unaufgeforderte Nachrichten kritisch zu hinterfragen. Zudem wird empfohlen, Handelsplattformen gründlich zu prüfen, keinen Fernzugriff auf den Computer zu gewähren und niemals sensible Daten preiszugeben oder Geld an unbekannte Konten zu überweisen.
Opfer solcher Betrugsfälle sollten umgehend bei der örtlichen Polizei Anzeige erstatten. Weitere Informationen und Tipps gibt es auf den Websites des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) und der Polizeilichen Kriminalprävention. Die Ermittler arbeiten weiterhin an der Aufklärung dieser Betrugsfälle und mahnen zur Wachsamkeit.






