Metall- und Elektroindustrie in NRW: Tausende Jobs verschwinden monatlich

Gedrückte Stimmung in der Metall- und Elektronikindustrie - Metall- und Elektroindustrie in NRW: Tausende Jobs verschwinden monatlich
Die Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen steht vor schweren Herausforderungen. Der Arbeitsplatzabbau hat sich beschleunigt – seit Juni 2024 verschwinden monatlich rund 2.100 Stellen. Branchenvertreter warnen vor einer sich verschärfenden Krise und verweisen auf sinkende Produktionszahlen sowie schwache Geschäftserwartungen.
Wie aus einem aktuellen Bericht hervorgeht, haben fast 30 Prozent der Unternehmen in den vergangenen sechs Monaten bereits Personal abgebaut. Jedes vierte Unternehmen plant weitere Entlassungen im ersten Halbjahr 2025. Gleichzeitig wollen nur 15 Prozent der Betriebe im gleichen Zeitraum neue Mitarbeiter einstellen.
Die Produktion ist drastisch eingebrochen und liegt derzeit 23 Prozent unter dem Niveau von 2018. Der Anteil der Betriebe, die Kurzarbeit nutzen, bleibt mit 28 Prozent hoch – ein Zeichen für die anhaltenden Schwierigkeiten. Lediglich 14 Prozent der Unternehmen bewerten ihre aktuelle Lage als gut, und nur 10 Prozent rechnen in den nächsten sechs Monaten mit einer Besserung. Arndt Kirchhoff, Präsident des Verbandes Metall NRW, spricht von einem "tiefgreifenden Wettbewerbsproblem und gravierenden strukturellen Schwächen". Er fordert dringend wirtschafts- und sozialpolitische Reformen, um den Niedergang zu stoppen und die Branche zu stabilisieren.
Die Aussichten für den Sektor bleiben düster, Anzeichen für eine Erholung sind kaum erkennbar. Die Entlassungswelle hält an, die Produktion verbleibt deutlich unter früheren Werten, und die Stimmung in den Unternehmen ist gedrückt. Ohne weitreichende Reformen, so die Warnung der Branchenführer, werde sich der Abwärtstrend voraussichtlich fortsetzen.

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