KSIs alter "Schwangerschafts-Witz" löst nach Wiederauftauchen Empörung aus
Julian SchmitzKSIs alter "Schwangerschafts-Witz" löst nach Wiederauftauchen Empörung aus
Ein im Jahr 2017 veröffentlichtes Video, das nun wiederaufgetaucht ist, zeigt KSI – heute Juror bei Das Supertalent – bei einem gewalttätigen „Witz“ über Schwangerschaft. In dem Clip erklärt der YouTuber seiner Mutter, er würde „dem Baby einen Schlag versetzen“, statt Verhütungsmittel zu benutzen. Die Äußerungen haben seitdem scharfe Kritik von einer führenden Hilfsorganisation gegen häusliche Gewalt ausgelöst.
Der Austausch ereignete sich während eines YouTube-Videos, in dem KSIs Mutter ihm riet, ein Kondom zu verwenden. Seine Antwort – „Wenn sie schwanger wird, hau ich dem Baby einfach einen rein“ – löste damals Gelächter aus. Das fast ein Jahrzehnt alte Video zirkuliert nun erneut im Netz.
Die Organisation Women’s Aid, die Überlebende häuslicher Gewalt unterstützt, verurteilte die Bemerkung scharf. Eine Sprecherin bezeichnete solche „Witze“ als inakzeptabel und warnte, sie verharmlosten Gewalt und normalisierten schädliches Verhalten. Die Organisation betonte, dass Gewalt gegen Frauen – selbst im Scherz – niemals auf die leichte Schulter genommen werden dürfe.
Ein Vertreter KSIs äußerte sich später zum Shitstorm. Man räumte ein, die Wortwahl sei „dumm und falsch“ gewesen, und erklärte, seine Haltung habe sich seitdem geändert.
Die Kontroverse zeigt, wie alte Online-Inhalte mit langfristigen Folgen wieder auftauchen können. KSIs „Witz“ von 2017, der heute weitreichend kritisiert wird, steht im krassen Gegensatz zu seiner aktuellen Rolle als Juror in einer beliebten TV-Show. Women’s Aid wiederholte, dass gewalttätige Äußerungen – unabhängig von der Absicht – zu einer Kultur beitrügen, die Misshandlung verharmlost.






