Kplus Gruppe beantragt Schutzschirmverfahren zur finanziellen Rettung
Julian SchmitzKplus Gruppe beantragt Schutzschirmverfahren zur finanziellen Rettung
Die Kplus Gruppe hat beim Amtsgericht Wuppertal ein Eigenverwaltungsverfahren zur Sanierung beantragt. Von dem Schritt betroffen sind ihre Krankenhäuser in Solingen, Hilden und Haan sowie die Holdinggesellschaft. Ziel des Konzerns ist es, die Finanzen zu stabilisieren und vorerst zahlungsfähig zu bleiben.
Das Schutzschirmverfahren wurde den Mitarbeitenden an den betroffenen Standorten am Freitagmorgen mitgeteilt. Es ermöglicht der Klinikgruppe, Verträge zu überprüfen und einen detaillierten Sanierungsplan zu erarbeiten. Dieser könnte Gespräche mit potenziellen Investoren sowie eine Zentralisierung der medizinischen Leistungen an den Standorten Haan und Hilden umfassen.
Die Insolvenzrechtsexperten Stefan Denkhaus und Friedemann Schade wurden mit der Begleitung des Prozesses beauftragt. Auch die Genesis GmbH, die für die zentrale Verpflegungsversorgung zuständig ist, wird in den Sanierungsrahmen einbezogen.
Mehrere Bereiche der Gruppe bleiben von den Maßnahmen unberührt. Das St.-Remigius-Krankenhaus, Senioreneinrichtungen, ambulante Praxen, Therapiezentren und das Katholische Bildungszentrum in Haan führen ihren Betrieb wie gewohnt fort. Die Ausbildung von Pflegekräften läuft ohne Einschränkungen weiter, und weder die Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) noch die Therapieeinrichtungen der Gruppe sind von Veränderungen betroffen.
Ohne die Sanierung droht der Kplus Gruppe noch in diesem Jahr die Insolvenz. Das Schutzschirmverfahren soll dies verhindern. Die nicht betroffenen Dienstleistungen und Einrichtungen des Konzerns werden während des Prozesses ihren regulären Betrieb aufrechterhalten.
