Kölner Oberbürgermeister will Olympische Spiele 2036 nach NRW holen – mit neuem Fokus auf die Domstadt
Lukas RichterNeuer Oberbürgermeister: Olympia-Bewerbung besser auf Köln ausrichten - Kölner Oberbürgermeister will Olympische Spiele 2036 nach NRW holen – mit neuem Fokus auf die Domstadt
Torsten Burmester hat die Stichwahl um das Kölner Oberbürgermeisteramt gewonnen und übernimmt damit die Führung in Deutschlands viertgrößter Stadt. Nur wenige Tage nach seinem Sieg hat er bereits signalisiert, den nordrhein-westfälischen Olympiabewerbung neu ausrichten zu wollen – mit Köln als zentralem Austragungsort.
Burmesters Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) eine Stadt oder Region für eine künftige Bewerbung auswählen will. Die Entscheidung wird für den Herbst 2026 erwartet, wobei noch unklar ist, ob die Bewerbung auf die Spiele 2036, 2040 oder 2044 abzielt. Auch Konzepte aus Berlin, Hamburg und München stehen zur Diskussion.
Der neu gewählte Oberbürgermeister, der bis Ende letzten Jahres DOSB-Präsident war, betonte die symbolische Strahlkraft des Kölner Doms. Als UNESCO-Weltkulturerbe könnte er seiner Ansicht nach eine Schlüsselrolle spielen, um die Chancen der Stadt zu stärken. Sein Ansatz zielt darauf ab, den Schwerpunkt der Bewerbung in Richtung Köln zu verlagern – eine konkrete Strategie steht jedoch noch aus.
Das aktuelle Vorhaben Nordrhein-Westfalens sieht eine gemeinsame Bewerbung der Rhein- und Ruhrregion vor. Burmesters Äußerungen deuten auf eine mögliche Neuausrichtung hin, doch offizielle Änderungen am bestehenden Konzept gibt es bisher nicht.
Die endgültige Entscheidung des DOSB wird zeigen, welche Stadt oder Region Deutschlands Olympische Ambitionen anführt. Burmesters Wahl und seine frühere Führungstätigkeit im DOSB könnten die Ausrichtung der Bewerbung beeinflussen – insbesondere, wenn Kölner Wahrzeichen zu einem zentralen Bestandteil des Antrags werden. Die Entscheidung 2026 wird klären, ob die Bewerbung vorangetrieben wird und auf welche Spiele sie abzielt.






