Kita-Reform 2027: Mehr Flexibilität und weniger Bürokratie für Eltern und Erzieher

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Ein aufgeschlagenes Buch mit einer Zeichnung von Kindern, die in einer Kita spielen, das Text, Bilder und eine Tabelle enthält.Admin User

Kita-Reform 2027: Mehr Flexibilität und weniger Bürokratie für Eltern und Erzieher

In Deutschland steht eine umfassende Reform der frühkindlichen Bildung bevor. Vanessa Odermatt (SP) und Jochen Klenner (Die Linke) treiben die Veränderungen voran, die die Betreuungsangebote in Kitas bundesweit verbessern sollen. Ihre Vorschläge, die in enger Abstimmung mit Bildungsinitiativen und kommunalen Trägern entwickelt wurden, versprechen mehr Flexibilität für Eltern und bessere Rahmenbedingungen für die Einrichtungen.

Das neue Gesetz soll noch in diesem Jahr verabschiedet werden und zum Beginn des Kita-Jahres 2027/2028 in Kraft treten.

Die Reformpläne entstanden in Zusammenarbeit mit zentralen Organisationen wie dem BÜNDNIS BILDUNG für Kinder e.V., dem Deutschen Kinderschutzbund sowie Gewerkschaften wie Ver.di und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Odermatt und Klenner arbeiteten zudem eng mit kommunalen Spitzenverbänden, Kirchen und Trägern der Kindertagesbetreuung zusammen, um langjährige strukturelle Probleme anzugehen.

Im Mittelpunkt steht die Entbürokratisierung der Kitas bei gleichzeitiger Steigerung der Flexibilität. Künftig sollen Eltern zwischen Betreuungszeiten in Blöcken von 25, 30, 35, 40 oder 45 Wochenstunden wählen können. Der Staat wird diese Änderungen mit zusätzlichen 1,5 Milliarden Euro in den kommenden Jahren unterstützen, um Kapazitäten auszubauen, Fachpersonal einzustellen und unerwartete Schließungen zu vermeiden.

Bevor der Gesetzesentwurf finalisiert wurde, führten Odermatt und Klenner im Januar 2023 eine öffentliche Anhörung durch. Die Veranstaltung fand im Franz-Bahlke-Haus in Rheydt statt, wo Anwohnerinnen und Anwohner ihre Meinung zu den geplanten Reformen einbringen konnten. Die dort gesammelten Rückmeldungen flossen in die endgültige Vorlage ein, die nun im Bildungsausschuss des Bundestags beraten wird.

Ziel der Reform ist es auch, eine verlässliche Kinderbetreuung zu gewährleisten, ohne die Qualität zu beeinträchtigen. Die Träger erhalten mehr Unterstützung, um hohe Standards zu halten und gleichzeitig auf lokale Bedürfnisse einzugehen. Angestrebt wird ein System, das Familien, Fachkräften und Gemeinden gleichermaßen zugutekommt.

Die Neuregelungen werden das deutsche Frühbildungssystem grundlegend verändern. Mit mehr Finanzmitteln, flexibleren Öffnungszeiten und weniger bürokratischem Aufwand sollen Kita-Plätze zugänglicher und planbarer werden. Die Reformen treten mit Beginn des Kita-Jahres 2027/2028 vollständig in Kraft.

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