Jung Da-euns Jakdu feiert Uraufführung in Los Angeles – wo Tradition auf Moderne trifft
Lukas RichterJung Da-euns Jakdu feiert Uraufführung in Los Angeles – wo Tradition auf Moderne trifft
Die koreanische Choreografin Jung Da-eun wird ihr neuestes Werk Jakdu in Los Angeles uraufführen. Das Stück erforscht verkörperte Erinnerungen und verbindet dabei zeitgenössischen und traditionellen koreanischen Tanz. Ihr Umgang mit Tradition prägt auch aktuelle hochkarätige Auftritte, darunter ein Höhepunkt bei der diesjährigen Oscarverleihung.
Jungs Verbindung zu internationalen Bühnen festigte sich bei der 98. Academy-Awards-Verleihung. Dort beriet sie Golden, eine Performance aus KPop Demon Hunters, die koreanisches Kulturgut präsentierte. Inszeniert von der US-Choreografin Mandy Moore und Jung selbst, umfasste die Choreografie die Los Angeleser Samulnori-Gruppe Oolim, die Jung erstmals mit dem Projekt in Kontakt brachte. Jung gestaltete nicht nur die Choreografie, sondern trat auch selbst auf der Bühne auf.
Ihre Arbeit verbindet oft östliche und westliche Tanztraditionen. Stücke wie Byoul und Norri spiegeln diese Verschmelzung wider – inspiriert von koreanischen Wurzeln und modernen Techniken. Nach der Los-Angeles-Premiere 2023 tourte Norri erfolgreich durch die USA und wurde für seinen innovativen Stil gefeiert.
Jung lehnt die Bezeichnung "traditionelle koreanische Tänzerin" ab. Stattdessen sieht sie sich als zeitgenössische Choreografin, die Tradition neu interpretiert. Für sie ist die aktive Auseinandersetzung mit kulturellen Formen entscheidend – sie verhindert Aneignung und hält das Erbe lebendig.
Mit Jakdu lotet Jung weiter die Grenzen des Tanzes aus und verbindet Erinnerung und Bewegung. Ihr Einfluss reicht über ihre eigenen Auftritte hinaus und prägt, wie koreanische Kultur auf internationalen Bühnen präsentiert wird. Die Premiere in Los Angeles markiert einen weiteren Schritt in ihrer fortwährenden Erforschung von Tradition und Moderne.






