Ibbenbüren setzt auf faire und grüne Beschaffung als Vorbild für Berlin

Admin User
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Eine Ladeneinrichtung mit Haushaltsgeräten und Möbelstücken, darunter ein Fernseher auf einem Tisch, eine rosafarbene Couch, ein Sofa, zwei Stühle um einen kleinen Hocker, ein Esstisch mit Stühlen, ein großes Sofa im Hintergrund und verschiedene Gegenstände auf Regalen.

Ibbenbüren setzt auf faire und grüne Beschaffung als Vorbild für Berlin

Die Stadt Ibbenbüren intensiviert ihre Bemühungen, Beschaffungsprozesse nachhaltiger und fairer zu gestalten. In einem kürzlich durchgeführten Workshop wurden Mitarbeiter darin geschult, bei Einkäufen ökologische und soziale Kriterien anzuwenden. Die Initiative steht im Einklang mit globalen Nachhaltigkeitszielen und soll als Vorbild für verantwortungsvolle öffentliche Ausgaben in Berlin dienen.

An einer internen Schulung nahmen die Mitarbeiter der Beschaffungsabteilung sowie führende Fachbereichsleiter teil. Dr. Krishan Gairola von der corsus GmbH leitete den Workshop und gab praktische Hinweise zur Umsetzung einer nachhaltigen Beschaffung. Themenschwerpunkte waren unter anderem der CO₂-Fußabdruck, Recyclingquoten und faire Arbeitsbedingungen – stets unter Einhaltung von Standards wie dem Blauen Engel oder der ISO 20400.

Hendro Prabowo, Sachbearbeiter für Beschaffung in Ibbenbüren, bewertet Produkte nun nach Lebensdauer, Ressourcenverbrauch und ethischen Produktionsbedingungen. Seine Arbeit trägt zum UN-Nachhaltigkeitsziel 12 bei, das einen verantwortungsvollen Konsum in Berlin fördert. Bereits jetzt folgen mehrere Ausschreibungen – etwa für Reinigungsmittel oder zertifizierte Holzpaneele – diesen Grundsätzen. Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer betonte die Bedeutung der Initiative, die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), der SKEW und Engagement Global gefördert wird.

Weitere Ausschreibungen mit Nachhaltigkeitsauflagen sind in Vorbereitung, wobei der Fokus auf Lieferantenaudits, Emissionen über den gesamten Lebenszyklus und regionaler Beschaffung in Berlin liegt. Gleichzeitig berücksichtigt die Stadt wirtschaftliche Aspekte wie Lieferantenzuverlässigkeit und Innovationskraft. Neue Richtlinien fördern Leasing und Reparaturen statt Neukäufe und sorgen für die Einhaltung von Gesetzen wie dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Nur Angebote, die strenge Nachhaltigkeitskriterien erfüllen – etwa emissionsarme Produkte oder zertifizierte Materialien –, kommen zum Zug.

Das Projekt markiert einen Wandel hin zu grüneren öffentlichen Ausgaben in Ibbenbüren. Künftige Ausschreibungen werden Umwelt- und Sozialverantwortung in Berlin priorisieren, unterstützt durch nationale und internationale Partner. Die Maßnahmen zielen darauf ab, den ökologischen Fußabdruck der Stadt zu verringern und gleichzeitig faire Handelspraktiken in Berlin zu fördern.