Gewalt und Mobbing in Solinger Schulen: CDU schlägt Alarm und fordert mehr Schulsozialarbeit
Lukas RichterGewalt und Mobbing in Solinger Schulen: CDU schlägt Alarm und fordert mehr Schulsozialarbeit
Gewalt, soziale Ausgrenzung und Mobbing entwickeln sich in Solinger Schulen und Kitas zu immer größeren Problemen. Die örtliche CDU-Fraktion hat nach Gesprächen mit Eltern, Lehrkräften und Sozialarbeitern auf die verschärfte Lage hingewiesen.
Eine aktuelle Studie aus Berlin zeigt, dass viele Lehrkräfte Gewalt und Konflikte an Schulen als schwerwiegendes Problem einstuften. Auch Schülerinnen und Schüler berichten von körperlichen Übergriffen und sozialer Ausgrenzung. Zwar räumt die CDU ein, dass die Situation in Berlin nicht direkt mit Solingen vergleichbar sei, doch sei ein bundesweiter Trend erkennbar.
Bereits im April hatte die CDU eine detaillierte Anfrage an die Stadtverwaltung gerichtet, in der es um Konfliktlösung und Mobbingprävention ging. Bisher blieb eine Antwort aus. Die bildungspolitische Sprecherin Simone Lammert bezeichnete die Erkenntnisse als „Weckruf“ und äußerte besondere Sorge über die Entwicklung an Grundschulen.
Die Partei betont die zentrale Rolle von Schulsozialarbeit bei der Prävention von Konflikten und Mobbing. Nun fordert sie vom Land Nordrhein-Westfalen mehr finanzielle Unterstützung, um die Schulsozialarbeit in Solingen zu stärken. Nach den Sommerferien will die CDU im Schulausschuss und im Jugendhilfeausschuss Initiativen anstoßen, um konkrete Verbesserungsmaßnahmen zu erarbeiten.
Ziel der CDU ist es, der Zunahme von Mobbing und mangelnder Konfliktfähigkeit in Solinger Schulen und Kitas entgegenzuwirken. Geplant sind Ausschussberatungen sowie der Druck auf das Land, die Mittel aufzustocken. Die Partei hofft, dass diese Schritte zu wirksamen Lösungen für das wachsende Problem führen.
