Gefährlicher Chemikalien-Transport auf der A2 löst Großeinsatz aus
Ein Lastwagen mit gefährlichen Chemikalien wurde in den frühen Morgenstunden auf der Autobahn A2 bei Bielefeld angehalten. Autofahrer hatten die Polizei alarmiert, nachdem sie das Fahrzeug gegen 3:40 Uhr ohne ordnungsgemäße Beleuchtung fahren sahen. Der Vorfall löste einen Großeinsatz der Gefahrgutabwehr aus, nachdem schwerwiegende Sicherheitsmängel festgestellt wurden.
Der auf der A2 unterwegs gewesene Lkw verfügte über keine funktionierenden Rücklichter und war nur mit blinkender Warnblinkanlage unterwegs. Eine Streife der Autobahnpolizei Herford stoppte den Truck und leitete ihn an der Ausfahrt Vlotho-West von der Autobahn. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Sattelauflieger Natriumfluorid – einen gefährlichen Stoff – transportierte.
Eines der Fässer war während der Fahrt aufgrund mangelnder Sicherung umgekippt. Die Behörden sperrten umgehend einen 50-Meter-Bereich um den Lastwagen ab und alarmierten die Feuerwehr. Da die Gefahr eines Austritts bestand, begannen die Einsatzkräfte damit, das Natriumfluorid in einen sicheren Auffangbehälter umzufüllen.
Der Lkw wurde als nicht verkehrssicher eingestuft und erhielt ein Weiterfahrverbot. Die Ermittlungen ergaben mindestens vier Verstöße gegen die Vorschriften für den Transport gefährlicher Güter; nach Auswertung der Fahrzeughistorie könnten weitere hinzukommen. Sowohl der Fahrer als auch ein Polizeibeamter mussten vorsorglich dekontaminiert werden.
Am Fahrzeug fehlte die vorgeschriebene Gefahrgutkennzeichnung, zudem waren die Rücklichter vollständig defekt. Die Rettungskräfte blieben vor Ort, bis die Lage unter Kontrolle war.
Der Lastwagen bleibt vorerst stillgelegt, während weitere Überprüfungen laufen. Die Behörden prüfen, ob der Fahrer die Transportvorschriften eingehalten hat und in welchem Zustand die Ladung war. Der Vorfall unterstreicht die Risiken, die von unsachgemäß gesicherten Gefahrgütern auf öffentlichen Straßen ausgehen.






