18 April 2026, 08:06

Gefahrguteinsatz in Schwelm: Quecksilber-Austritt im Wohnblock löst Großeinsatz aus

Gebäude mit einer Warnschild, das "Toxische Gift Flammbare Gase" und Sicherheitsausrüstung einschließlich eines Feuerlöschers und eines Feuerhydranten an der Wand.

Gefahrguteinsatz in Schwelm: Quecksilber-Austritt im Wohnblock löst Großeinsatz aus

Einsatzkräfte eilten am 12. September 2025 in die Schützenstraße nach Schwelm, nachdem es Meldungen über einen Gefahrguteinsatz gegeben hatte. Vor Ort wurde im Keller eines Wohnblocks ein beschädigter Quecksilberbehälter entdeckt. Die Feuerwehr rückte umgehend aus, um die Ausbreitung der Substanz zu stoppen und Anwohner zu schützen.

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Der Vorfall nahm seinen Lauf, als die Einsatzkräfte im mehrstöckigen Gebäude eintrafen und das auslaufende Quecksilber identifizierten. Einsatzleiter Jan Poschmann übernahm die Koordination, teilte das Gebiet in kontrollierte Abschnitte ein und ordnete die Evakuierung der Bewohner an. Ein Verletztenversorgungs- und Einsatzrückzugsbus (VER) wurde herbeigerufen, um den Betroffenen vorübergehend Unterkunft zu bieten.

Ein Team in Vollschutzausrüstung drang in den Keller vor, um das ausgetretene Quecksilber aufzusammeln. Draußen richteten die Kräfte eine Dekontaminationsstation ein, um eine weitere Verunreinigung zu verhindern. Verstärkung traf wenig später ein, darunter ein Gefahrgutberater sowie ein Messfahrzeug für gefährliche Stoffe der Feuerwehr Gevelsberg. Auch die Wehr aus Wuppertal unterstützte mit einem speziellen Quecksilber-Unfallset.

Auf dem Höhepunkt des Einsatzes waren 29 Rettungskräfte und bis zu 12 Fahrzeuge im Einsatz. Feuerwehrchef Oliver Dag und sein Stellvertreter Markus Kosch trafen ein, um die Lage zu bewerten und die Koordination zu unterstützen. Nach der Eindämmung der akuten Gefahr wurde ein Fachbetrieb mit der sicheren Entsorgung des Quecksilbers und der kontaminierten Ausrüstung beauftragt.

Der Einsatz endete, nachdem das Quecksilber gesichert und das Gebiet freigegeben worden war. Die evakuierten Anwohner durften zurückkehren, sobald die Dekontamination abgeschlossen war. Die Behörden bestätigten, dass keine Verletzungen gemeldet wurden. Weitere Sanierungsmaßnahmen übernimmt das spezialisierte Reinigungsteam.

Quelle