27 April 2026, 08:07

Falsche Facebook-Anzeige lockt Essener mit gefälschten ÖPNV-Tickets in die Falle

Ein Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen anprangert, die Familien monatlich Hunderte von Dollar kosten können.

Falsche Facebook-Anzeige lockt Essener mit gefälschten ÖPNV-Tickets in die Falle

Betrügerischer Facebook-Post lockt 500 Essener mit kostenlosem Nahverkehr für sechs Monate

Ein gefälschter Facebook-Beitrag verspricht 500 Einwohnern Essens sechs Monate lang kostenlosen ÖPNV. Die Betrüger nutzen dabei gefälschte Seiten, die lokale Verkehrsunternehmen imitieren – darunter auch die Essener Ruhrbahn. Die Behörden haben bestätigt, dass das Angebot komplett erfunden ist, doch die Seite ist weiterhin aktiv.

In dem Post behaupten die Betrüger, der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) feiere ein Jubiläum und biete ein Halbjahres-Ticket für nur 2,35 Euro an. Abgebildet sind Fotos von Ruhrbahn-Bussen und -Zügen sowie ein gefälschtes grün-weißes "Chip-Ticket" mit VRR-Logo. Auffällig sind mehrere Warnsignale: ein erfundener Nutzerkommentar und Links zu themenfremden Websites.

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Das Vorgehen folgt einem bekannten Muster. Über 1.000 gefälschte Facebook-Seiten wurden bereits in mehr als 60 Ländern identifiziert, die sich allesamt als lokale Verkehrsbetriebe ausgeben. Ähnliche Anzeigen mit fast identischem Wortlaut und gleicher IT-Infrastruktur tauchten bereits in Berlin, Chemnitz und Düsseldorf auf. Sobald Nutzer auf die Werbung klicken und Zahlungsdaten eingeben, werden ihre Informationen gestohlen.

Die Ruhrbahn entdeckte diese Art von Betrug erstmals im Januar 2025. Ein Unternehmenssprecher bestätigte, dass sowohl die Seiten als auch die Angebote komplett gefälscht sind. Trotzdem wurde der Beitrag mehrfach als bezahlte Werbung geschaltet und erreichte über 4.400 Aufrufe. Stand 23. Juli ist die Seite samt Inhalten weiterhin online.

Trotz Warnungen der Verkehrsbehörden zirkuliert der Betrug weiter. Bürger werden aufgefordert, keine verdächtigen Anzeigen anzuklicken oder persönliche Daten preiszugeben. Die betrügerische Seite ist nach wie vor zugänglich – eine Löschung durch die Behörden steht noch aus.

Quelle