Europas Gasmarkt kämpft mit schwacher Nachfrage trotz sinkender Preise
Lukas RichterEuropas Gasmarkt kämpft mit schwacher Nachfrage trotz sinkender Preise
Europäische Gasnachfrage bleibt trotz gesunkener Preise schwach
Mildes Winterwetter und eine lahme Konjunktur haben jede mögliche Erholung des Verbrauchs zunichtegemacht.
Auf der E-World-Konferenz in Essen, die vom 20. bis 22. Februar stattfand, analysierte Joel Hancock, Rohstoffmarktanalyst, die aktuelle Lage des europäischen Gasmarkts. CIB, einer der Aussteller der Veranstaltung, präsentierte dort seine Prognosen für die Gaspreisentwicklung. Das Unternehmen erwartet für 2024 einen durchschnittlichen TTF-Preis von 29,5 €/MWh und für 2025 von 30,5 €/MWh, mit einem weiteren Rückgang bis 2026, da das Angebot an Flüssigerdgas (LNG) steigt.
In Europa bleibt die LNG-Verfügbarkeit aufgrund der geringen Nachfrage aus Asien hoch. Dennoch reichen die globalen Gasspeicherkapazitäten – insbesondere in Europa – nicht aus, um LNG bei Bedarf vollständig zu ersetzen. Strukturielle und konjunkturelle Faktoren dämpfen weiterhin die Nachfrage, was die Marktpreise nach unten drückt, um das Angebot zu reduzieren und die Speicherstände zu regulieren.
Die Kombination aus gestiegenem LNG-Angebot und schwacher Nachfrage wird die Preise voraussichtlich weiter unter Druck halten. Die Prognosen von CIB deuten auf einen schrittweisen Rückgang der TTF-Preise bis 2026 hin. Marktkorrekturen zielen darauf ab, das Angebot an die aktuellen Speicherengpässe anzupassen.
