Essen wird zur inklusiven Sportstadt für alle Bürgerinnen und Bürger
Jakob WagnerEssen wird zur inklusiven Sportstadt für alle Bürgerinnen und Bürger
Essen hat einen bedeutenden Schritt hin zu einer aktiveren und inklusiveren Stadt gemacht. Der Stadtrat verabschiedete am 25. März 2026 den Abschlussbericht des Integrierten Sportentwicklungsplans (ISEP). Diese langfristige Strategie zielt darauf ab, Sport für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich zu machen und körperliche Aktivität mit Stadtentwicklung, Schulen sowie öffentlichen Räumen zu verknüpfen.
Der ISEP wurde im September 2021 ins Leben gerufen, nachdem der Essener Stadtrat ein externes sportwissenschaftliches Institut mit der Leitung des Projekts beauftragt hatte. Seine zentrale Aufgabe besteht darin, Essen als Sportstadt für ALLE Menschen zu etablieren und sicherzustellen, dass Bewegungsmöglichkeiten für jeden verfügbar sind – unabhängig von Alter oder Fähigkeiten. Der Plan basiert auf vier Säulen: der Analyse der aktuellen Situation, der Bedarfsermittlung, der Entwicklung umsetzbarer Empfehlungen sowie der Optimierung bestehender Strukturen.
Um die Strategie zu gestalten, bezog die Stadt eine breite Palette an Stimmen ein. Fachabteilungen der Verwaltung, Sportvereine, lokale Initiativen und weitere Akteure brachten sich in Workshops, Umfragen und Diskussionen ein. Ihre Beiträge halfen, Prioritäten zu setzen – etwa die Verbesserung des Zugangs zu Sporteinrichtungen und die Schaffung niedrigschwelliger Bewegungsangebote in öffentlichen Räumen.
Ein Pilotprojekt auf dem Sportgelände Schillerwiese läuft bereits. Bis März 2026 wurden dort der Kunstrasenplatz saniert, neue Umkleidekabinen errichtet und die Beleuchtung modernisiert. Weitere Maßnahmen – darunter eine Multifunktionssportfläche und eine bessere Einbindung in die Grünflächen – sollen bis 2027 abgeschlossen werden. Diese Veränderungen erhöhen die Kapazitäten für Freizeitsport um 30 %, ermöglichen barrierefreien Zugang für alle Altersgruppen und fördern die Inklusion.
Während der Abschlussbericht einen strategischen Rahmen vorgibt, enthält er noch keine verbindlichen Vorgaben. Die Stadt wird ihn als Leitfaden für künftige Entscheidungen zu Sportinfrastruktur, Fördermitteln und Gemeinschaftsprogrammen nutzen.
Die Verabschiedung des ISEP markiert einen strukturierten Ansatz zur Ausweitung des Sports in Essen. Modernisierungen wie auf der Schillerwiese werden die Teilhabe steigern und öffentliche Räume aufwerten. Die nächsten Schritte hängen davon ab, wie die Stadt die Empfehlungen des Plans in den kommenden Jahren umsetzt.






