Essen setzt auf riesige Freiflächen-Solaranlagen für die Energiewende
Jakob WagnerEssen setzt auf riesige Freiflächen-Solaranlagen für die Energiewende
Essen treibt den Ausbau von Freiflächen-Solaranlagen in der gesamten Stadt voran. Die Initiative steht im Einklang mit den deutschen Zielen für erneuerbare Energien, die im Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023 (EEG 2023) verankert sind. Zudem soll im Herbst 2026 – vorbehaltlich der notwendigen Genehmigungen – der Bau eines großen Solar-Carports auf dem Parkplatz P10 der Messe Essen beginnen.
Die Stadt fördert bereits seit Januar 2022 die Installation von Dach-Solaranlagen auf privaten Gebäuden. Nun rückt der Fokus auf größere Freiflächenanlagen, um die Klimaziele des Nachhaltigen Energie- und Klimaschutzaktionsplans (SECAP) zu erreichen.
Eine erste Bestandsaufnahme identifizierte 29.840 Teilflächen in Essen, die potenziell für Freiflächen-Photovoltaik (PV) geeignet sind. Davon wurden sechs Standorte für eine vertiefte Prüfung ausgewählt, die zusammen eine theoretische Leistung von etwa 538 Megawatt (MW) bieten könnten.
Eines der zentralen Projekte ist der Solar-Carport auf dem Parkplatz P10 der Messe Essen. Auf einer Fläche von rund 19 Hektar sollen etwa 25.000 Solarmodule installiert werden, die eine Spitzenleistung von etwa 11 Megawatt Peak (MWp) erzeugen. Der produzierte Strom wird über das Umspannwerk Haarzopf ins Netz eingespeist. Mit dem Baubeginn wird für den Herbst 2026 gerechnet – vorausgesetzt, alle erforderlichen Genehmigungen liegen vor.
Der Ausbau der Freiflächen-Solaranlagen markiert einen wichtigen Schritt in Essens Strategie für erneuerbare Energien. Werden die sechs ausgewählten Standorte vollständig realisiert, könnten sie hunderte Megawatt zur städtischen Stromversorgung beitragen. Auch der Solar-Carport der Messe Essen wird nach Inbetriebnahme die Kapazität des lokalen Netzes verstärken.






