Düren gedenkt der Opfer des DDR-Aufstands vom 17. Juni 1953 mit bewegender Zeremonie
Lukas RichterDüren gedenkt der Opfer des DDR-Aufstands vom 17. Juni 1953 mit bewegender Zeremonie
Feierliche Gedenkveranstaltung in Düren für die Opfer des 17. Juni 1953
In Düren fand eine würdevoll gestaltete Gedenkfeier für die Opfer des Aufstands vom 17. Juni 1953 in der DDR statt. Bürgermeister Frank Peter Ullrich leitete die Veranstaltung am Mahnmal für die Opfer des Stalinismus, das vor dem Rurtal-Gymnasium steht. Schülerinnen und Schüler der St.-Angela-Schule beteiligten sich mit Plakaten, auf denen historische Protestparolen aus der DDR-Zeit zu lesen waren.
Die Zusammenkunft erinnerte an die brutale Niederschlagung des Volksaufstands von 1953 – ein prägendes Ereignis der ostdeutschen Geschichte. Ullrich betonte die Bedeutung, diesen Tag im Gedächtnis zu behalten und sich für die Verteidigung grundlegender Rechte einzusetzen. Heiko Hendriks, der Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, dankte den Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften für ihr Engagement, die Erinnerung an die Vergangenheit wachzuhalten.
Felix Heinz Holtschke, Vorsitzender der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG), berichtete von seinen eigenen Erfahrungen unter dem DDR-Regime. Zwar bleiben die genauen Opferzahlen der gewaltsamen Unterdrückung von 1953 unklar, doch belegen Akten rund 2.500 Verurteilungen und lange Haftstrafen als Folge des Aufstands.
Die Veranstaltung war Teil der bundesweiten Bemühungen, das Gedenken an die DDR und den Mauerfall lebendig zu halten. Die Organisatoren kündigten an, dass die nächste Gedenkfeier im Oktober 2025 stattfinden und unter dem Motto "35 Jahre deutsche Einheit – Sind wir angekommen?" stehen werde.
Die Feier in Düren vereinte Vertreter aus Politik, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie junge Menschen, um sich mit einem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen. Durch die Verlegung der nächsten Veranstaltung auf 2025 soll die Debatte über die Wiedervereinigung und ihre Folgen weitergeführt werden. Die Einbindung von Schulen stellt sicher, dass auch künftige Generationen aus der Vergangenheit lernen.






