03 April 2026, 12:11

Drei Männer aus Siegen wegen Gruppenvergewaltigung einer 19-Jährigen verurteilt

Schwarz-weißes Plakat mit der Aufschrift "Vergewaltigung auf Vergewaltigung oder die Gerechtigkeit, die in ihrer eigenen Falle gefangen ist" in fetter schwarzer Schrift, wahrscheinlich Ankündigung einer Comedy-Show.

Bis zu sechs Jahre Haft für Gruppenvergewaltigung im Hotel - Drei Männer aus Siegen wegen Gruppenvergewaltigung einer 19-Jährigen verurteilt

Drei Männer aus Siegen im Alter zwischen 28 und 32 Jahren sind wegen Vergewaltigung in Tateinheit verurteilt worden. Das Opfer, eine 19-Jährige, war nach dem Konsum von Alkohol und Cannabis hilflos zurückgelassen worden. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, um die Privatsphäre des Opfers zu schützen.

Der Angriff begann, als der Hauptangeklagte, damals 29 Jahre alt, die junge Frau in einer Diskothek kennenlernte. Er setzte ihr Alkohol zu, bevor er sie in ein Hotelzimmer brachte. Dort missbrauchten alle drei Männer die kaum noch bei Bewusstsein befindliche Frau.

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Die Täter ignorierten ihre Notlage und ließen sie trotz Erbrechens und Würgens allein zurück. Einer von ihnen filmte die Tat sogar mit seinem Handy. Die Straftat kam nur ans Licht, weil ihre Gespräche im Rahmen einer unabhängigen Drogenermittlung abgehört wurden.

Während des Prozesses musste sich der 29-Jährige wegen versuchten Totschlags verantworten, wurde jedoch freigesprochen. Der jüngste Angeklagte, heute 28, erhielt das härteste Urteil, das auch eine frühere Verurteilung aus Siegen berücksichtigte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann angefochten werden.

Seit 2015 hat die öffentliche Aufmerksamkeit für sexualisierte Gewalt in Deutschland zugenommen, ausgelöst durch Ereignisse wie die Kölner Silvesternacht und die #MeToo-Bewegung. Es folgten gesetzliche Änderungen, darunter die Nein-heißt-Nein-Reform und neue Regelungen gegen sexuelle Belästigung. Aktuelle Fälle, wie die Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes im März 2026, haben bundesweite Proteste und Forderungen nach strengeren Schutzmaßnahmen ausgelöst – insbesondere gegen Deepfake-Pornografie.

Die Entscheidung des Gerichts unterstreicht die Schwere des Verbrechens und die anhaltenden rechtlichen Bemühungen, sexualisierte Gewalt zu bekämpfen. Der Fall spiegelt zudem gesellschaftliche Debatten wider, da die Öffentlichkeit weiterhin strengere Gesetze fordert. Das endgültige Ergebnis bleibt ungewiss, bis alle Rechtsmittel ausgeschöpft sind.

Quelle