Düsseldorfer Rosenmontagszug provoziert mit scharfer Satire gegen Putin und Trump
Lotta HofmannFasching in Düsseldorf: Satire trifft Putin, Trump und Merz - Düsseldorfer Rosenmontagszug provoziert mit scharfer Satire gegen Putin und Trump
Düsseldorfer Rosenmontagszug sorgt mit politischer Satire erneut für weltweites Aufsehen
Der Düsseldorfer Rosenmontagszug hat einmal mehr internationale Aufmerksamkeit erregt – diesmal mit beißender politischer Satire. Bei der diesjährigen Ausgabe wurden globale Spitzenpolitiker auf die Schippe genommen, darunter mehrere Wagen, die sich gegen Wladimir Putin und Donald Trump richteten. Der Designer des Umzugs, Jacques Tilly, sieht sich unterdessen in Russland mit strafrechtlichen Vorwürfen konfrontiert, weil er in früheren Werken den Kreml verspotten hatte.
Drei Wagen nahmen Putin ins Visier: Einer zeigte ihn als Pilot einer blauen Drohne mit AfD-Logo. Ein weiterer stellte ihn und Trump dar, wie sie Europa verschlingen, während ein dritter Wagen Putin zeigte, der mit einem Schwert einen Karnevalsnarren aufspießt – eine direkte Anspielung auf Tillys laufenden Rechtsstreit.
Trump tauchte zweimal auf: Einmal, wie er eine Figur mit der Aufschrift 'Liebe und Menschlichkeit' ins Gesicht schlägt, mit einem ICE-Abzeichen am Arm. Ein weiterer Wagen zeigte ihn zusammen mit den deutschen Politikern Friedrich Merz und Markus Söder, die alle in einem versteinerten Dinosaurier-Auto fahren. Auch Jeffrey Epstein wurde in dämonischer Gestalt dargestellt.
Doch nicht nur geopolitische Themen standen im Fokus: Ein Wagen mit dem Titel 'Kindheit heute' thematisierte die Smartphone-Sucht bei Kindern. Andere setzten sich mit dem demografischen Wandel in Deutschland, explodierenden Mieten und dem Verschwinden regionaler Senfmarken auseinander.
Die russische Justiz wirft Tilly vor, staatliche Organe – darunter Putin – beleidigt und religiöse Gefühle verletzt zu haben. Der ursprünglich für dieses Jahr anberaumte Prozess wurde auf den 26. Februar 2026 vertagt. Der Designer rechnet mit einem harten Urteil und scherzte, er könne zu 'sehr, sehr vielen Jahren' in einem Arbeitslager verurteilt werden.
Der Düsseldorfer Umzug bleibt mit seiner schonungslosen Satire ein Diskussionsauslöser. Tillys juristische Probleme in Russland unterstreichen die Risiken politischer Kunst. Gleichzeitig bleibt die Veranstaltung eine Plattform, um sowohl globale Konflikte als auch alltagsnahe Sorgen anzusprechen.
Solidarity with Tilly spreads across German cities as satires target Putin and Trump
The political satire targeting Putin and Trump has expanded beyond Düsseldorf, with Cologne, Mainz, and Aachen staging similar critiques. In Aachen, a 2023 wagon depicted Putin as a prisoner chained to a globe marked 'Putin in jail'. Cologne's parade featured Trump covered in kisses from Merz and Macron, while Mainz's floats mocked Iran's regime. These parades collectively signal a regional wave of defiance against global leaders, echoing Tilly's own legal battles in Russia.






