17 March 2026, 10:07

Deutsche Zuckerrübenbauern kämpfen um ihre Erträge gegen Fallpreise und Schädlinge

Nahaufnahme eines Blattschneiderbienen auf dem Boden zwischen trockenen Blättern und Gras.

Deutsche Zuckerrübenbauern kämpfen um ihre Erträge gegen Fallpreise und Schädlinge

Deutsche Zuckerrübenbauern stehen vor wachsenden Herausforderungen: Die Preise fallen, und die Konkurrenz durch zollfreie Importe nimmt zu. Viele, wie Betriebsleiter Marius Feldmann, reduzieren ihre Rübenanbauflächen und suchen nach neuen Wegen, um ihre Erträge zu sichern. Innovative Herbizide, Fungizide und Biostimulanzien spielen dabei eine immer wichtigere Rolle, um die Produktion rentabel zu halten.

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Seit 2020 sind die deutschen Zuckerrübenfelder leicht geschrumpft – von etwa 41.000 Hektar auf voraussichtlich rund 38.000 Hektar bis 2025. Der Rückgang trifft einige Regionen härter als andere: In Baden-Württemberg und Bayern gingen die Anbauflächen um über 20 Prozent zurück, während Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen stabil blieben oder sogar leicht zulegten. Für Feldmann, der die Metternich-Ratibor-Corvey KG leitet, ist der Druck spürbar: Seine Rübenfläche sank von 160 Hektar im Jahr 2023 auf nur noch 118 Hektar 2026.

Die Kultur selbst ist gleich mehrfachen Bedrohungen ausgesetzt. Resistente Unkräuter wie Hühnerhirse, Blattkrankheiten wie die Cercospora-Blattfleckenkrankheit sowie das zuckerreduzierende SBR-Syndrom – übertragen durch die Zikade Hyalesthes obsoleta – können die Erträge stark mindern. Ohne wirksame Bekämpfung drohen diese Probleme immer mehr Landwirte dazu zu bewegen, den Rübenanbau ganz aufzugeben.

Notfallzulassungen für bestimmte Pestizide brachten zwar vorübergehende Entlastung. Doch vollständige Zulassungen, wie sie seit 2026 für Badge WG, Coprantol Duo und Recudo gegen Cercospora erteilt wurden, bieten zuverlässigere Lösungen. Feldmann testete kürzlich Rinpode, ein neues Herbizid, auf 44 Hektar und stellte fest, dass es einfach anzuwenden ist und wirksam gegen Hühnerhirse sowie Ausfallraps. Die geringe Aufwandmenge und die Verträglichkeit mit anderen Mitteln machen es zu einem vielversprechenden Werkzeug in seiner Fruchtfolge.

Trotz der Schwierigkeiten sieht Feldmann die Zuckerrübe nach wie vor als unverzichtbare Kultur. Die Herausforderung besteht nun darin, Kosten, Ertragssicherung und Marktbedingungen so in Einklang zu bringen, dass die Branche überlebensfähig bleibt.

Angesichts schrumpfender Anbauflächen und anhaltender Bedrohungen durch Schädlinge und Krankheiten setzen deutsche Rübenbauern zunehmend auf neue Pflanzenschutzmethoden. Produkte wie Rinpode und voll zugelassene Fungizide bieten dringend benötigte Unterstützung – doch langfristige Stabilität hängt sowohl von den Marktbedingungen als auch von weiterem Innovationsdruck ab. Für Landwirte wie Feldmann bleibt schnelle Anpassung der einzige Weg, um die Produktion aufrechtzuerhalten.

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