Alarmierender UN-Bericht: Tierwanderungen weltweit in akuter Gefahr
Erster Bericht zum Zustand wandernder Tierarten veröffentlicht – alarmierende Risiken für globale Tierwanderungen
Der erste jemals veröffentlichte Bericht „Zustand der wandernden Tierarten der Welt“ ist erschienen. Er zeigt die wachsenden Gefahren für Tiere auf, die jedes Jahr riesige Distanzen zurücklegen. Die Ergebnisse wurden im Auftrag des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten (CMS) erstellt.
Milliarden von Tieren wandern jährlich über Grenzen und Kontinente hinweg. Diese Arten tragen maßgeblich zum Erhalt von Ökosystemen bei und sichern durch lebenswichtige ökologische Leistungen auch das Überleben des Menschen.
Der Bericht untersucht 1.189 Tierarten, die nach dem CMS-Übereinkommen internationalen Schutz benötigen. Doch 399 bedrohte oder potenziell gefährdete wandernde Arten stehen noch nicht auf der Liste. Fast die Hälfte der geschützten Arten verzeichnet rückläufige Bestände – 22 Prozent sind sogar vom Aussterben bedroht.
Nicht nachhaltige menschliche Aktivitäten sind die Hauptursache für den Rückgang. Übernutzung und Lebensraumverlust stellen die beiden größten Bedrohungen für wandernde Arten dar.
Der Bericht unterstreicht den dringenden Bedarf an verstärkten Schutzmaßnahmen. Viele wandernde Arten leiden weiterhin unter massivem Druck durch menschliches Handeln. Ihr Überleben hängt von globaler Zusammenarbeit und wirksameren Schutzstrategien ab.
