AfD gewinnt überraschend auch Wähler mit Migrationshintergrund in NRW
Lukas RichterAfD gewinnt überraschend auch Wähler mit Migrationshintergrund in NRW
Die AfD hat bei den jüngsten Integrationswahlen in Nordrhein-Westfalen deutliche Zugewinne verzeichnet und in mehreren Ruhrgebietsstädten den zweiten Platz belegt – in Hagen gelang ihr sogar der erste Platz. Eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt nun, dass die Partei zunehmend auch Wähler mit Migrationshintergrund anzieht – insbesondere solche mit polnischen und russischen Wurzeln.
Die Untersuchung belegt einen klaren Wandel der politischen Präferenzen unter verschiedenen Migrantengruppen. Bei den Spätaussiedlern liegt die AfD mit 31 Prozent vorn und überholt damit die Union. Auch unter Wählerinnen und Wählern polnischer Herkunft ist die Partei mit 33 Prozent Unterstützung führend – deutlich vor Union und SPD.
Bei Russlanden zeigt sich ein anderes Bild: Hier führt die SPD mit 43 Prozent klar, während Union und AfD gleichauf bei jeweils 14 Prozent liegen. Damit bewegen sich Russlanden im Mittelfeld der AfD-Unterstützung. Bei Deutschtürken hingegen kommt die Partei nur auf 8 Prozent – gleichauf mit den Grünen –, während die SPD mit 35 Prozent weiterhin dominiert.
Die Ergebnisse bestätigen zudem den anhaltenden Einflussverlust der Union bei Nachkommen polnischer und russischer Migranten. Während die AfD ihre Position in Westdeutschland ausbaut, erstreckt sich ihre Anziehungskraft nun auch auf Teile der Bevölkerung mit Migrationshintergrund.
Der Aufstieg der AfD in Westdeutschland und unter bestimmten Migrantengruppen markiert eine bemerkenswerte Verschiebung der politischen Landschaft. Mit starken Ergebnissen bei jüngsten Wahlen und wachsender Unterstützung durch polnische und Spätaussiedler-Wähler dehnt die Partei ihren Einfluss über ihre traditionelle Klientel hinaus aus. SPD und Union bleiben jedoch bei Russlanden und Deutschtürken die dominierenden Kräfte.






