45 Millionen Euro für das Klärwerk Bottrop: Modernisierung ohne Stillstand
Julian Schmitz45 Millionen Euro für das Klärwerk Bottrop: Modernisierung ohne Stillstand
Die Emschergenossenschaft hat mit einer umfassenden Modernisierung ihres Klärwerks in Bottrop begonnen – ein Projekt mit einem Investitionsvolumen von 45 Millionen Euro. Trotz des großen Umfangs der Arbeiten bleibt die Anlage während der gesamten Bauphase voll funktionsfähig. Ziel der Sanierung ist es, die Effizienz zu steigern und gleichzeitig die strengen Anforderungen an die Wasserqualität einzuhalten.
Die Maßnahmen sind in neun separate Bauabschnitte unterteilt. In den ersten drei Phasen stehen die Erneuerung der Hauptzulaufkanäle sowie der Aufbau einer großen provisorischen Pumpenanlage an. Zudem werden die Einlauföffnungen der Nachklärbecken erweitert und neue Leitbleche eingebaut, um die Strömungsdynamik zu optimieren.
Ein zentraler Bestandteil der Modernisierung ist der Austausch der veralteten Schlammräumer durch zwei neue Aggregate, von denen jedes zwei Becken bedient. Um die kontinuierliche Abwasserbehandlung zu gewährleisten, dürfen maximal vier Becken gleichzeitig außer Betrieb genommen werden. Darüber hinaus erhält die Anlage ein neues Kanbelüftungssystem für eine bessere Luftverteilung, und die Klärwasserkanäle werden abgedeckt, um das Algenwachstum zu reduzieren.
Das Klärwerk Bottrop schrieb bereits Geschichte als erstes großtechnisches Abwasserwerk Deutschlands, das vollständig energieautark arbeitet. Die aktuellen Modernisierungsmaßnahmen werden seine Leistung weiter stärken – und das ohne Unterbrechung des Betriebs.
Mit der 45-Millionen-Euro-Investition werden kritische Bereiche der Anlage auf den neuesten Stand gebracht. Zu den Verbesserungen zählen eine bessere Strömungssteuerung, weniger Algenbildung und eine moderne Belüftungstechnik. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Werk weiterhin alle gesetzlichen Vorgaben erfüllen – und dabei noch effizienter arbeiten.






