24 April 2026, 16:11

38.000 Unterschriften gegen Hochgeschwindigkeitspläne der Bahn in Ostwestfalen

Straßenbahn fährt auf Schienen neben einer Straße mit Strommasten, Schildern, Fahrzeugen, Gebäuden, Bäumen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

38.000 Unterschriften gegen Hochgeschwindigkeitspläne der Bahn in Ostwestfalen

Eine Petition, die eine Überarbeitung der deutschen Schienenausbaupläne fordert, hat fast 38.000 Unterschriften gesammelt. Die von lokalen Initiativen in Ostwestfalen getragene Kampagne wird nach monatelanger Unterstützungssammlung nun an den Petitionsausschuss in Berlin weitergeleitet. Gegner der Pläne argumentieren, dass die Modernisierung bestehender Strecken eine bessere Lösung sei als der teure Bau neuer Hochgeschwindigkeitstrassen.

Die unter dem Titel "Deutschlandtakt überdenken" gestartete Petition wurde von der Bürgerinitiative Widuland, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband und regionalen Frauenverbänden organisiert. Gemeinsam sammelten sie über 31.000 Unterschriften auf Papier sowie weitere 6.600 online aus dem gesamten Bundesgebiet.

Ihr Vorschlag zielt darauf ab, das bestehende Schienennetz auszubauen, statt neue Hochgeschwindigkeitsstrecken zu errichten. Die Initiatoren behaupten, dieser Ansatz sei klimafreundlicher und kostengünstiger als das geplante 10-Milliarden-Euro-Projekt zwischen Hannover und Bielefeld.

Die aktuellen Pläne der Bahn sehen vor, zusätzliche Gleise zu verlegen, um Züge mit Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h fahren zu lassen. Falls realisiert, würde die neue Strecke die Reisezeit zwischen den beiden Städten von 48 auf nur noch 31 Minuten verkürzen. Zwölf mögliche Trassenverläufe wurden vorgeschlagen, doch keine davon ist bisher endgültig festgelegt.

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Der Erfolg der Petition bedeutet, dass sich nun der Petitionsausschuss in Berlin mit der Angelegenheit befassen wird. Dies geschieht zu einer Zeit, in der bundesweit Zehntausende Bedenken gegen große Bahnprojekte äußern und deren Notwendigkeit sowie ökologische Auswirkungen hinterfragen.

Da die Petition nun offiziell auf der Tagesordnung des Ausschusses steht, werden die Abgeordneten die Forderungen nach einer alternativen Schienenstrategie prüfen. Das Ergebnis könnte künftige Entscheidungen über Hochgeschwindigkeitsstrecken und Netzerweiterungen beeinflussen. Vorerst bleibt die Debatte darüber, wie in Deutschlands Schienenausbau Geschwindigkeit, Kosten und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen sind, jedoch ungelöst.

Quelle