Willichs Stadtrat beschließt Haushalt 2026 – Eltern zahlen mehr für Kita-Plätze
Lukas RichterWillichs Stadtrat beschließt Haushalt 2026 – Eltern zahlen mehr für Kita-Plätze
Willicher Stadtrat verabschiedet Haushalt 2026 in zügiger Sitzung
Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt für 2026 in einer straff geführten Sitzung verabschiedet, bei der sich alle Fraktionen an eine strikte Redezeitbegrenzung von fünf Minuten hielten. Die Entscheidung fiel trotz anhaltender Bedenken von Eltern wegen steigender Kinderbetreuungskosten und der Anpassung der Jahresgebühren. Zwar unterstützten mehrere politische Gruppen den Haushalt, äußerten jedoch gleichzeitig Kritik an bestimmten Kürzungen und der finanziellen Belastung.
Der Haushalt wurde einstimmig angenommen und tritt im Juli rechtlich in Kraft. Eine der umstrittensten Änderungen betrifft die Erhöhung der jährlichen Gebührenanpassung für Kita-Plätze – diese wurde von zwei auf drei Prozent angehoben und zudem dauerhaft verankert, was bei vielen Eltern auf Unverständnis stieß.
Zuvor hatte der Jugendhilfeausschuss sowohl die Geschwisterkindgebühren als auch die höhere Kostenanpassung für die Kinderbetreuung abgelehnt. Dennoch beschloss der Rat, die bisherige Praxis beizubehalten und keine ermäßigten Gebühren für Geschwisterkinder im Kindergarten einzuführen. Diese Entscheidung belastet einige Familien zusätzlich, ohne Entlastung in Aussicht zu stellen.
Die SPD stimmte dem Haushalt zu, betonte jedoch die Notwendigkeit einer Konsolidierung ohne Überlastung der Haushalte. Zwar begrüßte sie die Bauturbo-Initiative für bezahlbaren Wohnraum, kritisierte aber die Streichung des Zuschusses für das Deutschlandticket für anspruchsberechtigte Studierende. Die Fraktion der Grünen stimmte ebenfalls zu, warnte jedoch vor der prekären Finanzlage der Stadt und forderte weitere Maßnahmen.
Mit Blick auf 2026 schlug die SPD gezielte Einsparungen vor, insbesondere bei nicht zwingend notwendigen Ausgaben und freiwilligen Leistungen. Ziel sei es, den Haushalt auszugleichen, ohne die Bürger zusätzlich zu belasten.
Der beschlossene Haushalt sieht dauerhafte Gebührenanpassungen in der Kinderbetreuung vor, was ab Juli zu höheren Kosten für Familien führt. Obwohl die politischen Fraktionen den Finanzplan unterstützten, bleiben Bedenken hinsichtlich der Bezahlbarkeit und der gestrichenen Zuschüsse für den Schülerverkehr. Nun steht die Stadt vor der Aufgabe, diese Änderungen umzusetzen und gleichzeitig die anhaltenden finanziellen Herausforderungen zu bewältigen.






