Willich plant höhere Kita-Gebühren – Eltern protestieren gegen Geschwisterrabatt-Kürzungen
Jakob WagnerWillich plant höhere Kita-Gebühren – Eltern protestieren gegen Geschwisterrabatt-Kürzungen
Eltern in Willich müssen sich auf höhere Kinderbetreuungskosten einstellen, da die Stadt über neue Geschwistergebühren und gekürzte Rabatte nachdenkt. Die Pläne sollen die finanzielle Belastung des Haushalts verringern, stoßen bei Familien jedoch auf scharfe Kritik. Eine Petition gegen die Änderungen wurde bereits gestartet.
Die Diskussion um die Kita-Gebühren in Willich zieht sich bereits länger hin – ohne greifbare Fortschritte. Nun drängt die Stadtverwaltung auf Anpassungen bei den Geschwisterermäßigungen und eine dynamische Gebührenanpassung. Bürgermeister Christian Pakusch betonte zwar, dass die Rabatte nicht vollständig gestrichen würden, diese könnten jedoch auf 75 oder 80 Prozent für das erste Geschwisterkind in der Kita und auf 60 oder 70 Prozent für die Schulkindbetreuung gedeckelt werden.
Hintergrund der Änderungen sind Vorgaben des Haupt- und Finanzausschusses, der die Verwaltung aufgefordert hatte, die Elternbeiträge zu überprüfen. Ziel ist es, durch die Kürzung der Geschwisterbefreiungen zusätzliche 500.000 Euro einzunehmen und durch eine Begrenzung der Gebührenerhöhungen auf drei Prozent weitere 100.000 Euro zu sparen. Sowohl der Jugendhilfe-Elternbeirat als auch die SPD-Fraktion lehnen die Pläne jedoch ab – mit der Begründung, dass Eltern nicht die Last der Haushaltskürzungen tragen sollten.
Verärgerte Bürger haben unterdessen eine Petition gegen die Gebührenerhöhungen ins Leben gerufen. Viele empfinden die Vorhaben als ungerecht, besonders da die Stadt gleichzeitig breiter angelegte Sparmaßnahmen prüft, um die finanzielle Schieflage zu bewältigen.
Die neuen Geschwistergebühren würden für Kitas, die Schulkindbetreuung und Tagespflege gelten. Falls die Anpassungen beschlossen werden, könnten sie bereits in den kommenden Monaten in Kraft treten. Die Stadtverwaltung hält die Änderungen für notwendig, doch der Widerstand von Eltern und politischen Gruppen zeigt keine Anzeichen von Nachlassen.






