13 March 2026, 22:07

Wie eine alte Mülldeponie in Ahaus zum Solarpark wird

Ein Denkmal in einem Park mit einer Tafel, auf der "Denkmal für die Opfer der Tschernobyl-Katastrophe" steht, umgeben von Gras, trockenen Blättern, einem Weg, Bäumen, Pflanzen, einem Straßenmast, Gebäuden und einem bewölkten Himmel.

Wie eine alte Mülldeponie in Ahaus zum Solarpark wird

Ausgediente Mülldeponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk

Auf einer stillgelegten Deponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großes Solarpark-Projekt. Der Kreis Borken hat grünes Licht für das Vorhaben gegeben, das brachliegendes Gelände in eine erneuerbare Energiequelle verwandeln soll. Bei termingerechter Fertigstellung sichert sich das Projekt erhebliche staatliche Fördermittel.

Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWM) zeichnet für die Umsetzung verantwortlich. Die Wahl fiel auf das Gelände, weil seine unebene Oberfläche – verursacht durch fortlaufende Setzungsbewegungen des Bodens – andere Nutzungen erschwert. Für Solarmodule sind diese Bedingungen jedoch ideal.

Damit das Projekt Fördergelder erhält, muss es bis Mitte 2025 in Betrieb gehen. Neben der Erzeugung sauberer Energie könnte der Solarpark auch die jährlichen Unterhaltskosten der Deponie senken – was langfristig zu niedrigeren Müllgebühren für die Anwohner führen könnte.

Zudem wird geprüft, ob sich die Fläche für großtechnische Energiespeicher eignet, etwa Batterien zur Aufnahme von Überschussstrom aus Windkraft. In Nordrhein-Westfalen gibt es bereits ähnliche Projekte, darunter Solarparks in Marl (20 Megawatt, 2022) und Duisburg (25 Megawatt, 2024).

Das Vorhaben verwertet eine ehemalige Deponie sinnvoll und entlastet gleichzeitig den kommunalen Haushalt. Wird die Frist 2025 eingehalten, winken beträchtliche staatliche Zuschüsse. Das Projekt reiht sich ein in den wachsenden Trend, stillgelegte Abfallstandorte in Nordrhein-Westfalen für erneuerbare Energien zu nutzen.

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