19 March 2026, 14:09

Vonovia wächst 2025 mit Rekordgewinnen und mehr Wohnungen – doch Mieter zahlen drauf

Ein detaillierter architektonischer Entwurf eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, der als erstes Haus in Deutschland gilt, begleitet von Plänen und Text, der seinen Aufbau beschreibt.

Vonovia auf Wachstumskurs - Schulden schneller reduzieren - Vonovia wächst 2025 mit Rekordgewinnen und mehr Wohnungen – doch Mieter zahlen drauf

Vonovia meldet starkes Wachstum für 2025 mit steigenden Gewinnen und erweitertem Immobilienbestand

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Vonovia hat für das Jahr 2025 ein kräftiges finanzielles Wachstum verzeichnet – mit steigenden Gewinnen und einem ausgebauten Wohnungsportfolio. Der operative Gewinn des Unternehmens kletterte deutlich, gestützt durch höhere Mieten, Zusatzdienstleistungen und Immobilienverkäufe. Im Rahmen der aktuellen Ergebnisse profitieren auch die Aktionäre von einer erhöhten Dividende.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) stieg um 6,0 % auf 2,8 Milliarden Euro. Der bereinigte Nettogewinn folgte mit einem Plus von 5,3 % auf 1,54 Milliarden Euro. Treiber dieser Entwicklung waren unter anderem die durchschnittlichen Monatsmieten, die auf 8,38 Euro pro Quadratmeter stiegen – ein Anstieg um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Allein in Deutschland lagen die Mieten im Schnitt bei 8,19 Euro pro Quadratmeter, fast 4 % mehr als noch 2024.

Der Bestand von Vonovia umfasst mittlerweile rund 531.000 Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich mit einem Marktwert von 84,4 Milliarden Euro. 2025 wurden in diesen Märkten 2.090 neue Wohneinheiten fertiggestellt, während 2.333 Wohnungen veräußert wurden. Um die Schulden schneller abzubauen, plant das Unternehmen, künftig jährlich zwischen 3.000 und 3.500 Wohnungen zu verkaufen.

Der Wohnungsbau bleibt ein zentraler Schwerpunkt: Aktuell entstehen 4.200 neue Wohnungen, langfristig sollen auf eigenen Flächen über 65.000 zusätzliche Wohnungen gebaut werden. Parallel prüft Vonovia den Verkauf nicht zum Kerngeschäft zählender Vermögenswerte, etwa von Seniorenheimen oder Minderheitsbeteiligungen.

Der Deutsche Mieterbund kritisierte das Unternehmen scharf und sprach von "drastischen Mietsteigerungen", bei denen teilweise die gesetzlichen Obergrenzen überschritten worden seien.

Für das Jahr 2025 erhöht Vonovia die Dividende um drei Cent auf 1,25 Euro pro Aktie. Die Strategie des Konzerns zielt darauf ab, den Wohnungsbestand weiter auszubauen und gleichzeitig durch gezielte Verkäufe die Schuldenlast zu verringern. Sowohl Aktionäre als auch Mieter werden die Umsetzung dieser Pläne im kommenden Jahr genau verfolgen.

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