14 March 2026, 10:06

Verkehrssicherheit im Kreis Euskirchen 2025: Weniger Tote, aber mehr Verletzte und Unfallfluchten

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der tödlichen Arbeitsunfälle nach Großereignis oder Exposition von 2017 bis 2021 zeigt, mit begleitendem Text.

Verkehrssicherheit im Kreis Euskirchen 2025: Weniger Tote, aber mehr Verletzte und Unfallfluchten

Verkehrssicherheit im Kreis Euskirchen zeigt 2025 gemischtes Bild

Im Kreis Euskirchen präsentierten sich die Verkehrssicherheitszahlen für das Jahr 2025 mit Licht und Schatten: Zwar ging die Zahl der Verkehrstoten deutlich zurück, doch die Verletztenzahlen stiegen an. Nach Auswertung der aktuellen Unfallstatistiken haben die Behörden nun zentrale Handlungsfelder für Verbesserungen ausgemacht.

Insgesamt registrierte der Kreis 5.603 Verkehrsunfälle – ein Rückgang im Vergleich zu 6.046 im Vorjahr 2024. Trotz dieser allgemeinen Abnahme verringerte sich die Zahl der tödlichen Unfälle dramatisch: von 22 Toten im Jahr 2024 auf nur noch 10 im vergangenen Jahr. Gleichzeitig stieg jedoch die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden auf 638 (2024: 586), wobei insgesamt 830 Menschen verletzt wurden, davon 153 schwer.

Die häufigsten Unfallursachen waren Vorfahrtsmissachtungen, die in 133 Fällen zu Kollisionen führten. Zu hohe oder nicht angepasste Geschwindigkeit war mit 87 Unfällen der zweitgrößte Risikofaktor. Alkohol oder andere berauschende Mittel spielten bei 56 Vorfällen eine Rolle.

Auch E-Scooter-Unfälle fielen ins Gewicht: Hier wurden 34 Menschen verletzt, darunter fünf Kinder. Die Zahl der Unfallfluchten kletterte auf 1.146, wobei 507 dieser Fälle später aufgeklärt werden konnten. In 65 davon gab es Verletzte.

Die lokalen Behörden wollen ihre Präventionsmaßnahmen künftig gezielt auf junge Verkehrsteilnehmer sowie ältere Autofahrer ausrichten, um die Risiken für diese besonders gefährdeten Gruppen zu verringern und die Verkehrssicherheit insgesamt zu erhöhen.

Ein direkter Vergleich mit anderen Kreisen oder Städten in Nordrhein-Westfalen war anhand der vorliegenden Daten nicht möglich.

Der Rückgang der tödlichen Unfälle stellt für den Kreis Euskirchen einen positiven Trend dar. Doch der Anstieg der Verletztenzahlen und der Unfallfluchten zeigt, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht. Priorität haben nun Aufklärungskampagnen, die sich speziell an junge und ältere Verkehrsteilnehmer richten.

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